6h Nürburgring: Die erste Startreihe geht an Audi

Von Oliver Müller
FIA WEC
Verdammt schnell in der Eifel: Der Audi R18 von Marcel Fässler und André Lotterer

Verdammt schnell in der Eifel: Der Audi R18 von Marcel Fässler und André Lotterer

Die Startaufstellung für das 6-Stunden-Rennen der Sportwagen-WM (FIA WEC) auf dem Nürburgring ist fixiert. Audi zeigte einen beeindruckenden Speed und konnte Porsche bzw. Toyota besiegen. Aston Martin bestes GTE-Auto.

Nach bislang eher durchwachsenem Saisonverlauf für Audi kann die Qualifikation zum 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring als die Wiederauferstehung der Mannschaft mit den vier Ringen in der Sportwagen-WM (FIA WEC) bezeichnet werden. Durch beeindruckende (und konstant schnelle) Rundenzeiten schnappten sich die beiden R18 die erste Startreihe. Mit einer Durchschnittszeit von 1:39,444 Minuten (Für die Startaufstellung zählt in der Sportwagen-WM die Durchschnittszeit der jeweils schnellsten Runde zweier Fahrer) fuhren André Lotterer und Marcel Fässler auf die Pole-Position.

Die Teamkollegen Lucas di Grassi und Oliver Jarvis (dritter Fahrer ist Loïc Duval) platzierten sich mit 1:39,710 Minuten nur knapp dahinter, wobei di Grassi mit 1:38,777 Min. die ultimativ schnellste Runde des Wochenendes drehte. Gegenüber SPEEDWEEK.com verriet Oliver Javis, warum es für Audi im Vergleich zu 2015 in der Qualifikation nun besser läuft: «Wir speichern jetzt genauso wie Porsche unsere Hybrid-Energie in Batterien. Somit können wir nun ebenfalls mit vollem Boost in die Quali-Runde hineinfahren. Dadurch ist deren Vorteil aus den vergangenen beiden Jahre quasi Geschichte.»

Mit den Plätzen drei und vier befindet sich das Porsche Team jedoch in Lauerstellung für das morgige 6-Stunden-Rennen. Timo Bernhard und Mark Webber (fahren mit Brendon Hartley) kamen gemeinsam auf 1:39,861 Minuten und lagen damit knapp vor den Teamkollegen Marc Lieb und Neel Jani (Romain Dumas), die 1:39,893 Min. erreichten.

Die beiden Toyota TS050 Hybrid belegten die Plätze fünf und sechs. Die Japaner hatten sich zu Beginn der Session etwas verzockt, indem sie mit Intermediate-Reifen die Session starteten. Mit 1:40,639 Minuten für den Wagen um Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi und 1:40,748 Minuten für Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima hatte man am Ende schon einen kleinen Rückstand nach vorne zu verzeichnen.
Doch Toyota könnte in der Qualifikation ein sehr guter, strategischer Schachzug gelungen sein. «Als wir die Slick-Reifen aufgezogen haben, entschiedenen wir uns für die härteste Mischung. Wir denken, dass wir so zu Rennbeginn einen Vorteil haben werden», enthüllt Sébastien Buemi gegenüber SPEEDWEEK.com. In der FIA WEC müssen im ersten Renn-Stint die selben Pneus verwendet werden, wie in der Qualifikation.

Für ordentlich Spannung sorgte die Quali der GTE-Pro-Kategorie. Denn die zwanzigminütige Sitzung der seriennahen Fahrzeuge war geprägt von noch unterschiedlicheren Streckenbedingungen als jene der LMP. Erst im Lauf der Session trocknete der 5,148 Kilometer lange Kurs (mehr oder weniger ab), sodass es neben einem schweren Gasfuss auch auf die richtige Taktik beim Herausfahren auf die Strecke ankam. Am Ende ging die Bestzeit an Aston Martin. Nicki Thiim und Marco Sørensen im Vantage von 'Young Driver AMR' bestätigten mit 2:01,712 Minuten die aufstrebende Tendenz beim britischen Hersteller und platzierten sich auf der Klassen-Pole für die 6 Stunden am Nürburgring.

«Unsere Intermediates funktionieren seht gut. Da konnte Marco bereits eine starke Zeit herausfahren. Am Ende stieg ich nochmals in den Vantage und habe mit Slicks die Pole-Position perfekt gemacht. Das freut mich wirklich sehr – auch für unser Team, das dieses Jahr hart gearbeitet hat», so Thiim. Mit 0,247 Sekunden Rückstand schob sich der Ford GT von Stefan Mücke und Olivier Pla auf den zweiten Platz in der Klasse. Dahinter folgte der zweite Aston Martin von Richie Stanaway und Darren Turner (+0,508 Sekunden).

Mit 1:58,548 Minuten setzte Gianmaria Bruni die absolut schnellste Zeit der Session. Der Italiener war jedoch auch derjenige, der als Letzter von allen Spitzenautos über die Ziellinie fuhr. «Ich hatte am Ende nochmals Slicks aufziehen lassen und konnte somit ordentlich Gas geben», meinte Bruni gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wie es morgen im Rennen aussehen wird kann ich jedoch noch nicht wirklich einschätzen. Grundsätzlich liegen unserem Turbo-Ferrari ja eher die Strecken mit mehr Hi-Speed. Trotzdem sollten wir gut aussehen.» Zusammen mit James Calado kam er auf Platz vier in der Qualifikation.

Die 6 Stunden am Nürburgring beginnen am Sonntag gegen 13:00 Uhr.

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