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BMW erweitert die F450-Familie nach oben: «Da kommt noch was Größeres!»
BMW greift mit der F450 GS die Einsteigerklasse an. Doch das Versprechen, das die F450-Studie einst machte, dürfte erst ihre große Schwester einlösen. Die F450-Reihe selbst wird ebenfalls erweitert.
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Es ist November 2025. Auf der Mailänder Leitmesse EICMA präsentiert BMW mit der F450 GS das Nachfolgemodell für die G310 GS, ein Jahr nachdem sie an gleicher Stelle noch eine Konzeptstudie gezeigt hatten. Ein Neuanfang in der Einsteigerklasse, auch den steigenden Ansprüchen auf dem wichtigen asiatischen Markt geschuldet. Größter Unterschied ist, wie der Name bereits suggeriert, ihr Motor. Hier wird ein Einzylinder-Aggregat durch einen völlig neuen Reihentwin ersetzt. Die kleine GS bleibt dabei nicht allein, stattdessen wird ihr künftig eine ganze F450-Familie zur Seite gestellt – mutmaßlich noch in diesem Jahr. Der Fokus der Bayern liegt dabei auf Motorrädern für die Landstraße: Kürzlich wurde in Indien ein Sportler auf Testfahrten gesichtet, der als F450 RR auch nach Europa kommen könnte – die Vorgängerin G310 RR war noch dem asiatischen Markt vorbehalten. Auch von einem Naked-Bike ist die Rede und ließe sich ohne großen Aufwand vom Sportler ableiten. Markus Flasch ließ im Gespräch mit SPEEDWEEK.com dazu nur durchblicken: «Sie können davon ausgehen, dass mit diesem Zweizylinder noch weitere straßenorientierte und sehr sportliche Motorräder kommen werden!» So weit, so erwartbar.
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Die eigentliche Überraschung ist eine andere: Dieser Motor kommt nicht nur als Basis für die Einsteigerbaureihe F450, sondern in abgewandelter Form auch für eine neue Baureihe in der unteren Mittelklasse. Im Gespräch zwischen BMW-Motorrad-CEO Markus Flasch und SPEEDWEEK war diese Information in einem Nebensatz versteckt: «Es kann sein, dass auf dieser Basis vielleicht noch ein bisschen was Größeres rauskommt.» Will heißen, dass die Bayern dem neuen Reihentwin schon in nicht allzu ferner Zukunft mehr Hubraum und Leistung angedeihen lassen dürften. Sicher ist laut Flasch so viel: «Der Motor hat noch Reserven!» Ein Blick nach Großbritannien bietet einen Ausblick darauf, welche Antriebskonfiguration dabei zum Einsatz kommen dürfte. Die englische TVS-Tochter Norton setzt in seiner Mittelklasse-Reiseenduro Atlas künftig auf einen Reihentwin, der, obwohl nicht offiziell bestätigt, mit dem 420 Kubik-Twin der BMW F450 GS verwandt ist. Der indische Gigant kooperiert seit 2013 im Einsteigerbereich mit den Bayern und erwarb 2020 die Rechte an Norton. Im Juni letzten Jahres verkündete TVS-CEO Sudarshan Venu beim indischen Fernsehsender CNBC-TV18, dass, neben BMW, auch Norton und TVS auf die Zweizylinder-Plattform zurückgreifen würden. Beim ersten Blick auf Nortons Atlas fallen entsprechend Gleichteile mit der F450 GS ins Auge – Motor und Rahmen weisen starke Parallelen auf, Abgasanlage und Fahrwerksteile wie die Schwinge sind identisch. Der in der Atlas verwendete Twin kommt auf 585 Kubikzentimeter Hubraum. Ihre Nennleistung ist derzeit noch offen, dürfte sich aber bei knapp 70 PS einsortieren. Eine offene Frage ist, wie stark sich die Konfiguration, die die Bayern nutzen werden, im Vergleich zum Twin in der Norton unterscheidet. Die Britin verwendet eine Kurbelwelle mit dem in dieser Klasse üblichen Zündversatz von 270 Grad, die BMW F450 GS setzt auf unorthodoxe 135 Grad Hubzapfenversatz. Dies soll für weniger Vibrationen sorgen – wahrscheinlich, dass BMW dieses mit vergleichsweise wenig Aufwand realisierbare Alleinstellungsmerkmal beibehält. Auf Nachfrage äußerten sich die Bayern dazu nicht. Lücke zwischen F450 GS und F800 GS soll geschlossen werden
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In welchen Modellen BMW diese Ausbaustufe des Motors einsetzen wird, ist die daraus resultierende Frage. Bei BMW in München wurde schon vor der Präsentation der Konzeptstudie zur F450 GS mit Ideen zu einer leichten und geländegängigen Reiseenduro experimentiert, die die Lücke zwischen Einsteigerklasse und F800 GS füllen und damit preislich knapp unterhalb Yamahas Ténéré 700 zielen würde. Frühe Erprobungsträger sollen mit 21-Zoll-Vorderrad ausgestattet gewesen sein und Hinweise auf längere Federwege gezeigt haben, analog zur Off-Road-Auslegung des japanischen Bestsellers. Damit würde das finale Modell potenziell ein Versprechen einlösen können, das die Konzeptstudie zur F450 GS gemacht hatte. Diese war als leichte Enduro präsentiert worden, in Serienform verschoben die Bayern ihren Fokus jedoch auf Zugänglichkeit für Anfänger. Die Sitzhöhe schrumpfte, das Modell ist vorwiegend straßenorientiert. Für ihre größere Schwester würde der Name F600 GS in BMWs Nomenklatur und zum Hubraum passen, ebenso eine Wiederbelebung des Kürzels F650 GS. Das Gewicht der verwandten Norton Atlas von knapp unter 210 fahrfertigen Kilos ist auch für die BMW eine realistische Zielmarke und wäre damit auf Augenhöhe mit Yamahas Ténéré 700 – und damit ebenso zwischen F450 und F800 GS angesiedelt wie bei Leistung und Preis. Ein Startdatum ist noch nicht abzusehen, sicher jedoch erst nach 2026.
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