Bernie Ecclestone: Ferrari? Arrivabene braucht Hilfe

Von Mathias Brunner
Formel 1
Bernie Ecclestone mit Sebastian Vettel

Bernie Ecclestone mit Sebastian Vettel

​Eine pikante Aussage erzeugt in Italien einigen Wirbel. Formel-1-Baumeister Bernie Ecclestone unterstellt, dass Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene seinen Job nicht alleine machen kann.

Ferrari in der Krise: Seit Singapur 2015 oder 24 Rennen ohne Sieg, das Jahresziel WM-Titel weit verfehlt, in der WM nur auf Rang 3 hinter Dauer-Weltmeister Mercedes-Benz und Red Bull Racing, klar wetzen da die italienischen Medien ihre Messer.

Benzin ins Feuer giesst Formel-1-Baumeister Bernie Ecclestone, der morgen Freitag 86 Jahre alt wird. Im Gespräch mit unserem Kollegen Pino Allievi von der Gazzetta dello Sport sagt er, welches Element Ferrari derzeit fehlt.

Auf die exakte Frage, was die Fachleute in Maranello anstellen müssten, um Ferrari wieder auf die Siegerstrasse zurück zu bringen, gibt Formel-1-Promoter Ecclestone Folgendes zur Antwort: «Ferrari hat alle Zutaten, um WM-Titel zu gewinnen – von den Fahrern bis zur technischen Unterstützung. Vielleicht reden wir von einem Personalproblem. Ich erkenne eine ähnliche Situation, als ich, auf der Suche nach einem Ausweg aus einer Ferrari-Krise, dem Management von Fiat vorgeschlagen habe, Jean Todt zu engagieren. Das war nicht einfach, weil sie lieber einen italienischen Chef wollten. Ich glaube, das ist es, was Ferrari fehlt. Und zwar niemanden, der Maurizio Arrivabene ersetzt, sondern vielmehr jemanden, der ihn im Tagesgeschäft unterstützt.»

Klar wird das nun in Italien interpretiert als: Arrivabene sei nicht gut genug, den Job alleine zu machen. Das ist für die Situation von Ferrari nicht eben hilfreich.

Fiat-Geschäftsleiter und Ferrari-Präsident Sergio Marchionne sieht keinen Anlass für weitere Personalwechsel. Er hat Teamchef Arrivabene im Verlauf der vergangenen Monate wiederholt den Rücken gestärkt. Im Spätsommer hielt Spitzenmanager Marchionne fest: «Es gibt nichts zu beschönigen – wir haben unsere Ziele für die Saison 2016 verpasst. Ich finde, wir haben in Australien gut begonnen, da waren wir nicht weit weg von Mercedes, aber dann konnten wir nicht wie erhofft nachlegen, die Entwicklung war zu wenig rasant.»

«Vielleicht haben wir zu lange damit gewartet, unserem Mattia Binotto die technische Leitung zu übertragen. Wir haben uns aber für die Zukunft besser aufgestellt, es sind tolle Entwicklungen eingeleitet, und ich habe jedes Vertrauen in meine Mannschaft, dass wir das 2017 besser machen werden. Das wahre Ferrari sehen wir erst dann.»

Über seine Piloten sagte Marchionne: «Kimi hat seine Reife unter Beweis gestellt. Ich finde, er hat sich verändert, seit er Papa geworden ist. Ein grosser Champion. Was Sebastian Vettel angeht, so müssen wir ihm einfach ein siegfähiges Auto hinstellen, dann wird er zeigen, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Wir haben zwei herausragende Piloten, zwei grosse Champions.»

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