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2017: Nach Deutschland – noch ein Europa-GP weniger

Von Mathias Brunner
​Streng genommen verliert Europa 2017 zwei Rennen in Europa: Neben dem Wegfall des Deutschland-GP wird der Strassen-GP von Baku nicht als Europa-GP ausgetragen, sondern erhält den korrekten Namen.

Der Grosse Preis von Europa ist das Stiefkind der Formel-1-WM. 2016 bekam der Europa-GP nach Brands Hatch (1983 und 1985), Nürburgring (1984 bis 2007), Donington Park (1993), Jerez (1994 und 1997) sowie Valencia (2008 bis 2012) wieder ein neues Heim, und dieses Zuhause war ziemlich umstritten: Denn natürlich liegt Baku für unser Verständnis nicht übertrieben in Europa.

Aserbaidschan ist ein Binnenstaat in Vorderasien zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus. Aserbaidschan grenzt im Norden an Russland, im Nordwesten an Georgien, im Süden an den Iran und im Westen an Armenien sowie – über die Exklave Nachitschewan – an die Türkei.

So weit zu Europa.

Aserbaidschan wurde 1991 unabhängig (es gehörte zuvor zur Sowetjunion), im Land leben rund 9,3 Mio Einwohner, das Land fördert reichlich Erdöl und Erdgas.

Aserbaidschan ist bestrebt, sich westlich-modern zu geben, in Baku wird heftig gebaut, in Form des Trällerwettbewerbs «Eurovision Song Contest» konnte man 2012 tüchtig Werbung machen, der nächste Coup war der Formel-1-Lauf.

Aber den Organisatoren steckten zwei Dornen im Auge: Erstens nahm niemand das Rennen als Europa-GP wahr. Und zweitens legte Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone den WM-Lauf auf den Termin des Langstreckenklassikers von Le Mans.

Arif Rahimov, Geschäftsleiter des Baku City Circuit (BCC) sagte im Rahmen des WM-Finales von Abu Dhabi: «Es ist der richtige Zeitpunkt, um diese zwei Punkte zu korrigieren. Eines der Ziele bestand darin, unsere Weltoffenheit zu beweisen. Insofern war das Etikett Grand Prix von Europa schon okay. Aber nun wollen wir unsere Identität betonen, also heisst das Rennen Grosser Preis von Aserbaidschan. Und so wird es auch bleiben.»

Das Rennen ist gemessen an 2016 um eine Woche nach hinten verschoben worden. Das erzeugt Erleichterung bei den Teams: Sie müssen jetzt nicht innerhalb weniger Tage von Montreal nach Baku eilen.

Mit dem Termin eine Woche später entgeht Baku der Kollision mit dem 24h-Klassiker von Le Mans. Möglich gemacht wurde das ironischerweise durch den Wegfall des Deutschland-GP. Durch diese Lücken konnten auch die beiden auf Baku folgenden Rennen von Österreich und England um je eine Woche verschoben werden.

Formel-1-WM 2017

26. März: Australien (Melbourne)
9. April: China (Shanghai)
16. April: Bahrain (Sakhir)
30. April: Russland (Sotschi)
14. Mai: Spanien (Barcelona)
28. Mai: Monaco (Monte Carlo)
11. Juni: Kanada (Montreal)
25. Juni: Aserbaidschan (Baku)
9. Juli: Österreich (Spielberg)
16. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
30. Juli: Ungarn (Budapest)
27. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
3. September: Italien (Monza)
17. September: Singapur
1. Oktober: Malaysia (Sepang)
8. Oktober: Japan (Suzuka)
22. Oktober: USA (Austin)
29. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
12. November: Brasilien (São Paulo) *
26. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* noch unbestätigt

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