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Zak Brown (McLaren): Um 100 Mio Dollar im Rückstand

​Der 45jährige US-Amerikaner Zak Brown ist Hoffnungsträger von McLaren. Der Sportmarketing-Spezialist behauptet: «Die besten Teams geben 100 Mio Dollar pro Saison mehr aus als McLaren.»

Formel 1

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Zak Brown ist für McLaren der neue Ron Dennis. Ende November ist der US-Amerikaner engagiert worden. Im offiziellen Wortlaut der McLaren-Gruppe hiess das: "Das Engagement von Zak Brown ist ein wichtiger Teil eines grossen Restrukturierungsprogramms. Brown ist direkt dem Exekutivkomitee unterstellt. In einer Übergangsphase werden Chief Operating Officer Jonathan Neale und Brown die Geschäfte gemeinsam führen. Die Suche nach einem neuen CEO geht weiter."

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Damit übernahm Brown also nicht die Rolle des früheren Geschäftsleiters Ron Dennis, der anhaltend 25 Prozent Anteile an der McLaren-Gruppe hält. Brown soll vielmehr seine Expertise im Umgang mit Sponsoren und auf der Marketing-Seite einbringen. Zudem wurde er mit der Aufgabe betraut, einen Entwicklungsplan für die Gruppe und auch für den Rennstall auszuarbeiten.

Zak Brown sagte: "Ich bin überaus stolz, zur McLaren Technology Group zu kommen. Ich habe den allergrössten Respekt und enorme Bewunderung dafür, was diese Firma alles erreicht hat. Und ich freue mich darau, eine wichtige Rolle bei der weiteren Entwicklung der Gruppe zu spielen. Ich habe im Laufe der Jahre oft mit McLaren zu tun gehabt. Die Begabung und die Hingabe der gesamten Belegschaft hat mich immer tief beeindruckt."

Zak Brown hat im Rahmen seiner Arbeit für die von ihm gegründete Sportmarketing-Firma Just Marketing McLaren die Sponsoren Johnnie Walker, GSK, Hilton, Lenovo, Chandon und NTT vermittelt.

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Der am 7. November 1971 in Los Angeles geborenen Gründer der Sportmarketingfirma Just Marketing wurde wochenlang mit einer führenden Rolle bei McLaren in Verbindung gebracht. Brown befand sich jedoch in einer Zwickmühle. Denn angeblich lag ihm auch eine Offerte der künftigen Formel-1-Grossaktionäre Liberty Media vor.

Brown, der jahrelang erfolgreich Sportwagenrennen fuhr, hatte wohl die Qual der Wahl: Soll er sich bei einem der erfolgreichsten Formel-1-Rennställe einbringen, oder soll er doch lieber die Zukunft der Formel 1 mitgestalten? Dann entschied er sich für McLaren.

Die McLaren-Teilhaber Mumtalakat (im Grunde die Königsfamilie von Bahrain) und TAG-Chef Mansour Ojjeh suchten einen CEO, welcher McLaren mit frischer Dynamik in die Zukunft führt. Der Führungsstil von Ron Dennis war ihrer Ansicht nach so in die Jahre gekommen wie der 69jährige Erfolgsmanager selber.

Dennis hatte es seit 2013 verpasst, für McLaren einen neuen Hauptsponsor zu finden. Und die anderen Teilhaber lasteten ihm auch die sportliche Baisse an – seit Ende 2012 ist McLaren in der Formel 1 ohne Sieg. Ganz abgesehen davon, dass Dennis zusammen mit einer Gruppe chinesischer Investoren versucht haben soll, McLaren zu übernehmen.

Der zweifache Formel-1-Champion und langjährige McLaren-Fahrer Mika Häkkinen sagt: "Ich kenne Zak, er ist ein toller Kerl. Er kann ein Team definitiv motivieren."

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Nach knapp sechs Wochen Arbeit stellt Zak Brown als Zwischenbilanz in der Financial Times fest: "Die besten Teams in der Formel 1 gaben 2016 bis zu 100 Millionen Dollar mehr aus als McLaren. Ich wäre schockiert, wenn es mir nicht gelingen würde, 2017 für McLaren neue Geldgeber zu finden."

Zu Gerüchten, wonach die McLaren-Teilhaber noch immer mit neuen Investoren verhandelten, sagt Brown lediglich: "Das ist Angelegenheit der Teilhaber. Aber ich selber sehe mich in zehn Jahren noch immer in einem McLaren-Hemd bei Grands Prix."

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