Christian Horner: «Max Verstappen fuhr chancenlos»

Von Rob La Salle
Formel 1
Christian Horner mit Max Verstappen

Christian Horner mit Max Verstappen

​Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen muss den Grossen Preis von China vom 17. Startplatz aus in Angriff nehmen. Sein Teamchef Christian Horner sagt: «Max fuhr im Abschlusstraining chancenlos»

Max Verstappen war im Qualifying zum Grand Prix von China wie ein Preisboxer, dem vor dem Kampf die Schlaghand auf den Rücken gebunden wird: Der Motor des 19jährigen Niederländers lief nur auf vier Zylindern, der mangelnde Dampf machte sich auf den Geraden schmerzlich bemerkbar – kein Auto war dort langsamer als der waidwunde Renner des Spanien-GP-Siegers von 2016.

Eigentlich wäre Max damit Zweitletzter gewesen, wegen der Strafen von Romain Grosjean und Jolyon Palmer rückt er um zwei Ränge vor, auf Rang 17.

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner sagt: «Offenbar ein Problem mit der Software. Ich hätte ihm gewünscht, dass er aus den ersten paar Startreihen ins Rennen gehen kann. Ich habe Max dann am Kommandostand dann gesagt: Wenigstens kannst du im Rennen herausfinden, ob man mit diesen Autos überholen kann.»

Sollten wir wirklich ein Regenrennen servier bekommen, dann ist mit einer so brillanten Fahrt Verstappens wie in Brasilien 2016 zu rechnen.

Was für Red Bull Racing in China möglich war, das zeigte Daniel Ricciardo: Startplatz 5. Damit verhält sich alles genau umgekehrt wie in Australien. In Melbourne war Max Fünftschnellster, und Ricciardo hatte Probleme im Abschlusstraining, die ihn auf den 16. Startplatz verbannten – den er dann letztlich gar nicht aufnehmen konnte, weil ein Getriebesensor den Wagen noch während der Formationsrunde lahmlegte.

Zurück zu Max. Christian Horner weiter: «Wir gehen davon aus, dass es sich wirklich nur um ein Programmierproblem handelt, dass Verstappen also für Sonntag keinen neuen Motor benötigt. Gleichzeitig ist der Abstand zur Spitze erheblich. Wir wissen, dass unsere Gegner die Leistung zur Quali hin hochschrauben können, das ist bei uns derzeit nicht möglich. Aber wir haben einen Haufen Verbesserungen auf Lager, wir wollen uns von Rennen zu Rennen steigern.»

«Ich habe alles Vertrauen in unsere Leute, dass wir im Laufe der nächsten Wochen und Monate die Lücke zur Spitze schliessen. Im vergangenen Jahr lagen wir um 1,2 Sekunden zurück, dann hat kein Team so effizient entwickelt wie wir. Also sollten wir auch in diesem Jahr dazu in der Lage sein.»

Zum Kampf um die Spitze sagt Horner: «Ich finde das für alle äusserst spannend – dass wir in eine Qualifikation gehen und eben nicht wissen, was dabei herauskommen wird. Ein WM-Kampf zwischen zwei Rennställen ist fabelhaft, aber wir werden alles dafür tun, dass dies früher oder später zu einem Dreikampf wird.»

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