Regenkönig Max Verstappen: Sechster Sinn für’s Nasse

Von Andreas Reiners
Max Verstappen

Max Verstappen

Max Verstappen bewies in China erneut, was er im Nassen kann. Vor allem bei Red Bull Racing kommen sie aus dem Schwärmen nicht heraus.

Max Verstappen wusste im Nachhinein genau, wie sein Husarenritt verlief. Beim Start des China-GP musste er kurz zurückstecken, dann legte er los. Zwei Autos schnappte er sich noch beim Start. Dann ging es munter weiter. «In Kurve eins außen herum den nächsten. Das nächste Auto innen in Kurve zwei, dann außen in Kurve drei, weil es dort Raum gab. In den Kurven sechs, sieben und acht klappte es mal außen, mal innen», sagte der Niederländer. Neun Autos waren es alleine in Runde eins.

Dass Verstappen das komplett rekapitulieren konnte, beeindruckte auch Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko. «Unglaublich, was der Max für eine Rennübersicht hat. Der zählt ja sogar seine Überholmanöver im Auto mit», sagte er auto motor und sport.

Doch es war ja nicht nur die bloße Anzahl, sondern auch mal wieder die Art und Weise, die Erinnerungen an Brasilien 2016 weckte, als der 19-Jährige im Nassen wie auf Schienen fuhr und die Gegner an Stellen düpierte, an die sich die Konkurrenz nicht einmal herangetraut hätte.

Sofort wurden Vergleiche mit Legenden wie Ayrton Senna oder Michael Schumacher herangezogen, die beide als herausragende Regenfahrer bekannt waren. Auch sie fielen unter misslichsten Verhältnissen auf, wie sie auf verblüffenden Linien der Rennstrecke Bodenhaftung fanden, welche von anderen Piloten nicht einmal in Erwägung gezogen, geschweige denn befahren wurden.

«Nach einem Rennen kann man keine solchen Aussagen machen. Er ist wirklich stark gefahren in Brasilien, ja. Und auch Ayrton hatte einige fantastische Rennen im Regen. Aber der Vergleich war völlig übertrieben», sagte Alain Prost der Bild am Sonntag. Seine Aussage tätigte er wohlgemerkt vor der Verstappen-Show, die er im Gegensatz zu Brasilien zwar nicht im Regen vollführte, aber nachdem es vor dem Start geregnet hatte, zumindest auf nasser Strecke.

Für Red-Bull-Teamchef Christian Horner gehört Verstappen nun zu den Großen des Sports im Regen. «Man kann sehen, dass es kein Zufall, dass Brasilien keine einmalige Angelegenheit war», sagte Horner.

«Er scheint einen sechsten Sinn im Nassen zu haben. Er ist ganz offensichtlich nicht eingeschüchtert davon. Und er ist vorbereitet, die Grenzen des Kurses ausnutzen zu können, um Stellen zu finden, wo er Grip hat», so Horner weiter.

Für Verstappen ist dieses Verhalten bei Regen nichts Ungewöhnliches, er hat das bereits zu Kartzeiten gelernt und umgesetzt. Trotzdem: «Es war bemerkenswert. Seine erste Runde war magisch», so Horner.

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