Abiteboul: Formel 1 muss Hybrid-Technologie bewahren

Von Otto Zuber
Formel 1
Cyril Abiteboul: «Wir müssen eine bessere Balance finden»

Cyril Abiteboul: «Wir müssen eine bessere Balance finden»

Renault-Sport-Oberhaupt Cyril Abiteboul ist überzeugt, dass die Formel 1 die Hybrid-Technologie nicht ignorieren darf. Er betont aber auch, dass der aktuelle Motor zu komplex, zu schwer, zu leise und zu schwach ist.

Die Formel-1-Verantwortlichen diskutieren derzeit darüber, wie die Motorenformel für die Königsklasse nach 2020 aussehen soll. Noch ist nichts beschlossen, aber aus Kostengründen tendieren die Entscheidungsträger dazu, den 1,6-Liter-V6-Turbomotor als Basis zu behalten.

Wegfallen soll jedoch die Hitze-Energierückgewinnungseinheit am Turbolader (MGU-H). Stattdessen soll nur noch kinetische Energie gesammelt und wieder genutzt werden. Zudem sollen statt eines grossen Turbos zwei kleine Lader zum Einsatz kommen. Beide Massnahmen zielen auf eine Verbesserung des Sounds ab.

Das ist ganz im Sinne der Fans, aber auch von Renault-Sport-Oberhaupt Cyril Abiteboul. Der Franzose erklärte im Interview mit «Formula1.com» gewohnt nüchtern: «Wir müssen die richtige Balance zwischen der Technologie und der Show finden. Derzeit setzen wir einen Motor ein, der zu komplex und zu schwer ist und überdies nicht genug Sound und PS produziert.»

Ausserdem spiele der Motor derzeit eine zu grosse Rolle, betonte Abiteboul: «Wir sind Autobauer und der Motor ist das Herzstück unseres Geschäfts, deshalb sind wir auch überzeugt, dass er in der Formel 1 eine massgebliche Rolle spielen muss. Aber wir müssen eine bessere Balance finden. Denn derzeit spiegelt das aktuelle Kräfteverhältnis einfach die Stärke der Motoren wider. Wir müssen erreichen, dass ein Team mit einem fantastischen Chassis auch sehr erfolgreich sein kann.»

Abiteboul plädiert auch für eine Beibehaltung der Hybrid-Technologie: «In Zukunft werden alle Autos Hybride sein. Natürlich wollen wir nicht, dass die Formel 1 eines Tages vollständig auf Elektropower setzt, denn die Verbrennungsmotoren gehören zur DNA des Sports. Deshalb sollen beide Technologien zum Einsatz kommen. Dabei muss auch das richtige Gleichgewicht zwischen Technik und Show gefunden werden.»

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