Toto Wolff: «Hamilton und Bottas verblüffen mich»

Von Adam Cooper
Formel 1
​Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagt, warum ihn Superstar Lewis Hamilton und Nico-Rosberg-Nachfolger Valtteri Bottas in dieser Saison verblüffen. Und wie er seine Fahrer in der Saison 2017 einstuft.

Die Zwischenbilanz von Formel-1-Weltmeister Mercedes-Benz ist in der Sommerpause beinahe perfekt: In der Markenwertung sind die Champions auf gutem Weg zum vierten Titel in Serie – Mercedes führt im Konstrukteurs-Pokal mit 357 Punkten vor Ferrari mit 318. Red Bull Racing kommt auf 184 Zähler und wird mit der WM-Entscheidung nichts mehr zu tun haben.

Bei den Piloten steht nur Sebastian Vettel dem Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas vor der Sonne. Der Ferrari-Führer führt die WM mit 202 Punkten an, Hamilton kommt auf 188, Bottas auf 169.

Toto Wolff ist für Valtteri Bottas voll des Lobes: «Ich finde es ziemlich bemerkenswert, wie er Lewis Hamilton hellwach hält. Immerhin reden wir hier vom wohl schnellsten Piloten im Feld. Bottas hat das gebracht, was wir uns von ihm erhofft hatten. Als wir ihn unter Vertrag genommen haben, da waren wir uns sicher, dass seine Leistungen sehr gut sein werden. Er hat sich von Rennwochenende zu Rennwochenende gesteigert, wir sehen diese Entwicklung mit grosser Freude.»

«Wo Valtteri aber unsere Erwartungen wirklich übertroffen hat, das ist bei der Stimmung im Team. Wobei das auch auf Lewis zutrifft. Die Art und Weise, wie die beiden miteinander umgehen, welcher gegenseitige Respekt zu spüren ist, auf der Rennstrecke und auch daneben, das ist schon sehr eindrucksvoll.»

«Wann haben wir es zuletzt erlebt, dass zwei Spitzenfahrer so gut miteinander ausgekommen sind? Das ist eine komplett andere Chemie als früher zwischen Hamilton und Nico Rosberg. Und diese frische Dynamik überträgt sich aufs ganze Team.»

Der 45jährige Wiener wusste immer, dass die Saison 2017 kein Spaziergang werden würde. «Natürlich dürfen wir auf die tollen Erfolg der letzten Jahre stolz sein. Aber wir sind nie selbstgefällig geworden. Uns war immer klar, dass die Dominanz nicht anhalten würde. Mit jeder Änderung im Reglement kommt es zu einer Verschiebung im Leistungsgefüge. Das ist zwangsläufig so.»

«Ich fand es sehr schön zu erleben, wie der ganze Rennstall auf die neue Herausforderung durch Ferrari reagiert hat. Wenn mir einer nach den Wintertests gesagt hätte: „Ich biete dir an, dass dein Team in der ersten Saisonhälfte acht Pole-Positions erringt und sechs Mal gewinnt.“ Da hätte ich sofort eingeschlagen.»

«Die Rennen gingen viel knapper aus als die rohen Zahlen das zeigen. In Spanien haben wir das Rennen haarscharf gegen Vettel gewonnen. Auch Sotschi und Spielberg waren ganz enge Kisten. Wenn wir uns anschauen, was sich uns alles in den Weg gestellt hat, dann darf ich uns ein gutes Zwischenzeugnis ausstellen.»

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