Motocross-Skandal: Hund auf der Strecke

Fernando Alonso (McLaren/8.): Ohrfeige für Honda

Von Mathias Brunner
Felipe Massa vor Fernando Alonso und Sergio Pérez

Felipe Massa vor Fernando Alonso und Sergio Pérez

​McLaren-Star wehrte sich im Brasilien-GP heldenhaft gegen den aufrückenden Pérez und liess gegen den vor ihm liegenden Massa keine Sekunde locker. Dann versetzte er Honda eine schallende Ohrfeige.

Die Art und Weise, wie sich Fernando Alonso klettenartig an den Williams von Felipe Massa heftete, fordert tiefen Respekt. Obschon es der spanische Superstar schaffte, bis unter eine Sekunde hinter den Brasilianer zu gelangen, daher also seinen Heckflügel flachstellen durfte, konnte er keine echte Attacke auf Felipe starten.

«Das Power-Manko von Honda ist alarmierend, unfassbar», gab es nachher von Alonso eine schallende Ohrfeige für Honda. «Ich war ausgangs der letzten Kurve, also vor der langen Bergaufpassage, ein paar Mal dicht an Felipe dran. Aber dann zog er mir weg, obschon ich den Flügel flach gestellt hatte. Das sollte Toro Rosso für 2018 sehr zu denken geben. Es ist wirklich jammerschade, dass wir ein solches PS-Defizit haben.»

«Im Abschlusstraining hätte ich geschätzt, dass wir gut 25 km/h verlieren, aber im Rennen muss das mehr gewesen sein, mindestens 40 Sachen, würde ich sagen. Hoffentlich wird Abu Dhabi das letzte Rennen sein, das ich unter solchen Bedingungen bestreiten muss.»

Im kommenden März will Alonso in Australien mit McLaren ein Wörtchen um Podestränge mitreden – dank eines Renault-Motors im Heck. Der Spanier weiter: «Wenn wir uns die letzten fünfzehn oder zwanzig Jahre anschauen, dann hat Renault von alle Motorherstellern den besten Job gemacht. Da mache ich mir keine Sorgen.»

Letztlich wurde Fernando Alonso kampfstarker Achter. «Wir waren im Qualifying Siebtschnellste, wir konnten vom sechsten Startplatz losbrausen, wegen der Strafe von Ricciardo, wir lagen zeitweise auf dem fünften Rang, und ich habe mein Ziel erreicht, Punkte einzufahren – alles in allem kein übles Wochenende.»

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