FP1 Abu Dhabi: Ferrari-Star Sebastian Vettel top!

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Sebastian Vettel war der schnellste GP-Star im ersten freien Training von Abu Dhabi

Sebastian Vettel war der schnellste GP-Star im ersten freien Training von Abu Dhabi

Sebastian Vettel sicherte sich im ersten freien Training von Abu Dhabi die erste Bestzeit des letzten Rennwochenendes des Jahres. Der Ferrari-Star blieb 0,120 sec schneller als Champion Lewis Hamilton.

Zum letzten Mal in diesem Jahr durften die Formel-1-Stars auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi zum ersten freien Training ausrücken. Der GP-Zirkus wurde von strahlendem Sonnenschein begrüsst, entsprechend stark hatte sich der Asphalt erhitzt: Bei 43 Grad Streckentemperatur machte Toro Rosso-Quereinsteiger Brendon Hartley den Anfang.

Der Neuseeländer wird auch das letzte Rennen in diesem Jahr mit einer Strafversetzung in der Startaufstellung in Angriff nehmen müssen, weil er mit einer neuen MGU-H-Einheit in den Abu-Dhabi-GP steigt. Da es sich um die achte Komponente der Hitze-Energierückgewinnungseinheit handelt, muss er um zehn Startplätze nach hinten rücken.

Der Langstrecken-Weltmeister, der auf den superweichen Reifen ausrückte, blieb nicht alleine: Ferrari-Kultfigur Kimi Räikkönen, McLaren-Star Fernando Alonso und Sauber-Wackelkandidat Marcus Ericsson rückten auch gleich aus. Alle Drei wählten die ultraweichen Gummis für ihre erste Fahrt. Kimi rückte darüber hinaus mit einer ganzen Reihe von Messinstrumenten an seinem roten Renner aus, offenbar nutzte die Scuderia die Chance, einige Neuerungen für die Saison 2018 auszuprobieren.

Für die erste Rundenzeit sorgte Mercedes-Pilot Valtteri Bottas. Der Finne umrundete den 5,554 km langen Kurs auf den superweichen Reifen in 1:44,180 min und blieb damit sechs Sekunden unter der Pole-Zeit von 2016. Entsprechend schnell wurde er durchgereicht: Sein Teamkollege Lewis Hamilton, der auf den weichen Reifen Gas gab, schaffte es in 1:41,664 min um die Strecke. Bottas, der wie Räikkönen mit einer ganzen Reihe von Messgittern ausgerückt war, verbesserte sich kurz darauf 1:43,060 min.

Für Force India-Pilot Esteban Ocon und Haas-Fahrer Kevin Magnussen gab es während der ersten 90 Trainingsminuten nicht viel zu tun, denn sie mussten ihre Cockpits für den Nachwuchs räumen: Mercedes-Junior George Russell durfte im Auto des Franzosen Gas geben, Ferrari-Nachwuchshoffnung Antonio Giovinazzi gab im US-Renner Gas.

Mercedes und Ferrari schnell

Erst eine halbe Stunde nach Trainingsbeginn wagte auch Sebastian Vettel eine fliegende Runde. Der erste Versuch reichte für den sechsten Platz auf dem Zeitenmonitor. Doch der Ferrari-Star konnte – wie die meisten Piloten – auf der zweiten schnellen Runde zulegen und sich mit 1:40,698 min hinter seinem Teamkollegen Räikkönen einreihen, der mit 1:39,841 min die Bestmarke gesetzt hatte.

Hinter dem Ferrari-Duo hatten sich nach den ersten 40 Trainingsminuten Red Bull Racing-Ass Max Verstappen, Force India-Pilot Sergio Pérez, Red Bull Racing-Frohnatur Daniel Ricciardo, Hamilton, McLaren-Talent Stoffel Vandoorne, Williams-Abschiedskandidat Felipe Massa, Renault-Routinier Nico Hülkenberg und Russell auf den restlichen Top-10-Rängen eingereiht.

Toro Rosso-Aufsteiger Pierre Gasly, Renault-Fahrer Carlos Sainz, Haas-Pilot Romain Grosjean, Bottas, Lance Stroll im zweiten Williams, Giovinazzi, Sauber-Pilot Pascal Wehrlein und sein Stallgefährte Ericsson, Hartley und Alonso komplettierten die Zeitenliste.

Doch kaum war auch das Mercedes-Duo Hamilton und Bottas mit den ultraweichen Reifen unterwegs, änderte sich die Rangfolge: Hamilton setzte sich mit 1:39,126 min an die Spitze. Bottas, der mehr als sechs Zehntel langsamer als sein Teamkollege blieb, reihte sich dahinter ein. Die beiden Silberpfeile waren zur FP1-Halbzeit auch die einzigen Fahrer, die auf der Bahn unterwegs waren.

Romain Grosjean: Dreher mit Folgen

Aber auch Verstappen war auf den ultraweichen Reifen schnell unterwegs. Kurz vor Ablauf der ersten Stunde setzte er sich auf den zweiten Platz – nur 28 Tausendstel fehlten ihm auf Hamiltons Bestmarke. Für die ersten gelben Flaggen des Tages sorgte Nico Hülkenberg. Der Deutsche drehte sich in der 14. Kurve, konnte aber unbeirrt weiterfahren, da er seinen Renault von er Streckenbegrenzung fern hielt.

Auch Giovinazzi sorgte für Unterhaltung, indem er kurz darauf in Runde 17 einen Dreher hinlegte und sich dabei die Reifen ruinierte. Auch der zweite Gast im Feld vertat sich an gleicher Stelle. Das Force India-Team teilte Russell nach dem Fehler mit, dass der überraschende Rückenwind wohl für den Fehler gesorgt hatte.

65 Minuten nach dem Start des Trainings drehte endlich auch Alonso eine schnelle Runde. Der zweifache Champion schaffte es damit auf Platz 10 auf der Zeitenliste. Schnell unterwegs war auch wieder Vettel, der sich mit einem Zehntel Vorsprung auf seinen Teamkollegen Räikkönen auf dem vierten Platz einreihte und im darauffolgenden Umlauf mit 1:39,006 min sogar die Spitzenposition übernahm – 0,120 sec vor Hamilton und Verstappen.

Für Action sorgten auch Stroll, der in der ersten Kurve mit einem Ausflug viel Dreck aufwirbelte, und Grosjean, der zehn Minuten vor dem Trainingsende einen Dreher in der 19. Kurve hinlegte. Die Wiederholung der TV-Bilder zeigte, dass Grosjean dabei die Streckenbegrenzung touchierte. Auch wenn es nicht nach einem grossen Schaden aussah, steuerte der Genfer gleich die Box an.

Am Ende durfte sich Vettel mit 1:39,006 sec über die Bestzeit vor Hamilton, Verstappen, Räikkönen, Bottas, Pérez, Alonso, Vandoorne, Massa und Ricciardo freuen. Russell, Grosjean, Stroll, Gasly, Sainz, Wehrlein, Hülkenberg, Giovinazzi, Ericsson und Hartley komplettierten die Zeitenliste.

Allerdings dürften die Bedingungen im zweiten Training viel mehr jenen Voraussetzungen entsprechen, die auch während des Dämmerungs-GP erwartet werden. Deshalb ist die zweite Session auch viel repräsentativer als das erste Training.

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