Ricciardo: «Zwangspause kann gut für Kvyat sein»

Von Otto Zuber
Formel 1
Daniel Ricciardo weiss, dass Daniil Kvyat nur noch Aussenseiterchancen auf das Williams-Cockpit hat. Die drohende Zwangspause muss nichts Schlechtes für seinen früheren Teamkollegen sein, ist er überzeugt.

Für Daniil Kvyat wird die Luft immer dünner: Der Russe hatte sein Toro Rosso-Cockpit nach dem Singapur-GP für Pierre Gasly räumen müssen, in Texas aber noch einmal ins Steuer gegriffen, weil Gasly das Super-Formula-Finale in Japan bestreiten musste. Und er holte als Zehnter auch einen Punkt für die Red Bull-Nachwuchsschmiede. Trotzdem musste er das Cockpit an Gasly zurückgeben. Der Franzose wird 2018 zusammen mit Brendon Hartley für Toro Rosso auf Punktejagd gehen.

Seit seinem Abgang beim Team aus Faenza ist Kvyat auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Und seine letzte Hoffnung, auch im nächsten Jahr in der Formel-1-Startaufstellung zu stehen, ist der zweite Platz bei Williams neben dem jungen Kanadier Lance Stroll.

Der 23-Jährige hat aber nur noch geringe Chancen auf einen Vertrag mit dem Traditionsrennstall aus Grove, der beim Reifentest in Abu Dhabi Comeback-Kandidat Robert Kubica und den jungen Russen Sergey Sirotkin auf die Strecke schickte. Das weiss auch sein früherer Red Bull Racing-Teamkollege Daniel Ricciardo.

Der Australier ist aber überzeugt, dass selbst die drohende Zwangspause nichts Schlechtes für seinen früheren Stallgefährten sein muss. Im Rahmen einer Stippvisite in Baku, wo Ricciardo in diesem Jahr seinen einzigen Saisonsieg errungen hat, erklärte der 28-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur Tass: «Sollte Daniil eine Saison aussetzen, dann könnte das sogar gut für ihn sein.»

«Daniil ist sehr talentiert, wie ich während unserer Zeit als Teamkollegen feststellen durfte. Er war oft sehr schnell unterwegs», lobt der fünffache GP-Sieger.

Und Ricciardo stellt klar: «Er ist auch noch sehr jung und ich denke, er hat immer noch eine Chance, sich in der Formel 1 zu beweisen. Er muss einfach einen Neustart hinlegen. Deshalb bin ich auch zuversichtlich, dass sich seine Trennung von Red Bull positiv auswirken könnte.»

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