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Alex Wurz: «Das muss Alonso in Daytona meistern»

Von Vanessa Georgoulas
Der frühere GP-Pilot und Langstrecken-Fahrer Alex Wurz weiss genau, was Fernando Alonso bei seinem Daytona-Gastspiel erwartet. Der Österreicher erklärt, was den McLaren-Star bis an die Belastungsgrenze fordern wird.

Mit seinem ersten Langstrecken-Renneinsatz in Daytona sorgt Fernando Alonso noch vor dem Ende der Winterpause wieder tüchtig für Schlagzeilen. Der zweifache Formel-1-Champion wagt sich gemeinsam mit Lando Norris und Sportwagen-Profi Phil Hanson im Ligier LMP2 von United Autosports im Rahmen des 24h-Klassikers von Daytona auf die Piste.

Das Rennen, das heute, Samstag, gegen 20.40 Uhr (MEZ) gestartet wird, stellt den Formel-1-Könner vor neue Herausforderungen, wie der frühere GP-Pilot und Langstrecken-Fahrer Alex Wurz weiss. Vor allem die lange Nachtfahrt, die für das Trio ansteht, sei alles Andere als einfach zu bewältigen, warnt er auf der offiziellen Team-Website von McLaren: «Du fährst gegen deinen Rhythmus, den dein Körper hat, und er teilt sich das Auto nur mit zwei weiteren Fahrern, was in Daytona ziemlich hart ist.»

«Die Nacht ist sehr lang», mahnt der Österreicher, «in dieser Hinsicht ist es in Daytona etwas schwieriger als in Le Mans, wo die Nacht nicht ganz so lange dauert.» Und er erklärt: «Wenn du gegen deine innere Uhr fährst, dann realisierst du, dass du die dümmsten Fehler machst, ohne zu wissen, warum sie dir unterlaufen. In der Nacht brauchst du andere Hirnfunktionen fürs Reagieren und Fahren. Manchmal bist du total schockiert, wenn du einen Fehler machst. Diese Erfahrung lässt sich nicht vermeiden.»

Wurz, der 2016 das 24h-Rennen von Daytona als Fünfter beendet hat, erzählt: «In den ersten 20 Stunden musst du nur sicherstellen, dass du in der gleichen Runde wie der Führende bleibst. Und selbst wenn du zurückfällst, kannst du dich dank der Safety-Cars wieder zurückrunden. Es besteht also kein allzu grosser Druck, beim Überholen grosse Risiken einzugehen.»

Der 43-Jährige warnt vor einem ganz anderen Problem: «Nachts ist es in Daytona ziemlich feucht und rutschig und es gibt keine Heizdecken für die Reifen. Das war für mich die grösste Herausforderung, auf kalten Reifen auf die Piste zu gehen. In den ersten beiden Runden bist du langsamer als die GT-Autos und du wirst überholt, ausserdem verlierst du sehr schnell die Kontrolle über deinen Wagen. Für jeden, der das nicht kennt, ist es sehr, sehr schwierig. Hier können die US-Jungs ihr Können zeigen – sie können einen Vorsprung herausfahren, den man erst in 20 Runden wieder aufgeholt hat.»

Im Vergleich zum berühmten 24h-Rennen von Le Mans sei das Rennen in Daytona jedoch etwas einfacher zu bewältigen, ist sich Wurz sicher. «Man hat nicht so viel Druck, da das Feld bei jeder Safety-Car-Phase wieder zusammenrückt. Man geht das Rennen ganz anders an. Man fährt schnell und sicher für die ersten 20 Stunden und dann muss der schnellste Mann im Team die letzten Stunden übernehmen. Im besten Fall hat er dann ein Auto, dass nicht durch dumme Fehler in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dann hast du beste Aussichten auf den Sieg», erklärt er.

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