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Formel-1-Zukunft: McLaren-Seitenhieb gegen Mercedes

Kann die Formel 1 ohne Ferrari und Mercedes bestehen? McLaren-Direktor Zak Brown sagt: «Ferrari ist ein Spezialfall, aber wir haben bereits BMW, Toyota und Honda verloren. Der Sport hat das immer überlebt.»

Formel 1

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Die Formel-1-Machthaber von Liberty Media müssen in den nächsten Monaten einige schwierige Verhandlungen führen, in denen die Weichen für die Zukunft des Sports gestellt werden. Dabei geht es nicht nur um die technische und sportliche Entwicklung. Auch die Verteilung der Einnahmen oder die anvisierte Einführung einer Budget-Obergrenze von 150 Millionen Dollar wird die Entscheidungsträger der Königsklasse beschäftigen.

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Das erste Säbelrasseln hat bereits stattgefunden, Ferrari-Oberhaupt Sergio Marchionne hat unmissverständlich klargestellt, dass der älteste GP-Rennstall der Welt den GP-Zirkus verlassen wird, sollten die Mächtigen des Sports die Interessen des Sportwagenbauers aus Maranello nicht berücksichtigen. Und Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff hat die neuen Formel-1-Machthaber von Liberty Media angehalten, diese Drohungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Auch er stellt klar: Der Sport muss sich in die richtige Richtung entwickeln, damit die Silberpfeile auch in Zukunft in der Startaufstellung stehen.

Dass der Dialog zwischen den Formel-1-Verantwortlichen und den Teams nicht einfach wird, weiss auch Zak Brown. Der McLaren-Direktor will die harten Diskussionen um die schwierigen Themen deshalb möglichst schnell hinter sich bringen, wie er gegenüber britischen Medien erklärte. "Der Automobilweltverband FIA und Liberty Media müssen die Verhandlungen möglichst rasch hinter sich bringen, denn die Diskussionen werden turbulent", warnt er.

Je länger sich das hinziehe, desto schädlicher könnte sich das Ganze auswirken, warnt er. Und das ist nicht der einzige Grund, wie der 46-Jährige betont: "Wenn wir ab 2021 neue Hersteller in die Formel 1 haben wollen, sollten wir uns beeilen, denn die Vorbereitung auf einen Einstieg zieht sich über mehrere Jahre hin. Wir sollten also etwa bis zur Saisonmitte 2018 wissen, wie die Formel 1 ab 2021 aussieht, sonst wird es technisch sehr schwierig."

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Dabei stehen die Interessen des Sports über den Bedürfnissen der Hersteller, stellt Brown klar: "Wir müssen das Beste für den Sport und die Fans im Blick haben, wenn wir die neuen Regeln festlegen, nicht das Wohl der Hersteller. Ich würde lieber ein Team verlieren und durch ein neues Ersetzen, als nur zwei Teams im WM-Fight zu haben." Auf Nachfrage der Kollegen von Motorsport.com, ob man damit nicht das Risiko eingehe, eines der grossen Teams zu verlieren, winkt er ab: "Ich denke, das ist sehr unwahrscheinlich, andererseits ist aber auch alles möglich. Deshalb müssen wir auch potenzielle Neueinsteiger berücksichtigen, wenn wir die Regeln festlegen."

Sollten die Riesen Ferrari und Mercedes dennoch aussteigen, bedeute das nicht das Ende für die Formel 1, ist sich Brown sicher: "Ferrari ist ein Spezialfall, aber wir haben bereits BMW, Toyota und Honda verloren. Wir haben viele Hersteller kommen und gehen sehen. Und der Sport hat das immer überlebt."

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