Weltmeister Mercedes: Bluffen beim Barcelona-Test

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton in Barcelona

Lewis Hamilton in Barcelona

​Einhellige Meinung im Fahrerlager des Circuit de Barcelona-Catalunya: Wir haben noch lange nicht gesehen, wozu Weltmeister Mercedes-Benz fähig ist. Erste Stimmen von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

Wie im Jahr zuvor teilte sich Mercedes das Testprogramm – Valtteri Bottas fuhr am Morgen, Weltmeister Lewis Hamilton am Nachmittag. Das Team konzentrierte sich auf das Sammeln von Aero-Daten und auf Reifenversuche.

Valtteri Bottas sagt: «Unser erster Vormittag hier in Barcelona war sehr positiv. Wir konnten alles erledigen, was wir geplant hatten. Unser Hauptaugenmerk lag am Vormittag darauf, Aerodynamikdaten zu sammeln. Aus diesem Grund fuhr ich Runs bei konstanter Geschwindigkeit. Ich konnte auch ein paar Übungsrunden für mich nutzen, aber dafür blieb nicht sehr viel Zeit. Wir sind noch keine Performance-Runs gefahren, also bin ich mit dem W09 auch noch nicht bis ans Limit gegangen.»
 
«Der erste Eindruck vom Auto war gut, es verhielt sich gut. Im Vergleich zum Vorjahresauto konnte ich nichts Negatives ausmachen, bislang war alles positiv.»
 
«Es war richtig schön, wieder im Auto zu sitzen; als ob ich gar nicht weggewesen wäre. Ich brauchte keinerlei Eingewöhnungszeit im Auto, das ist ein gutes Gefühl. Diese Autos zu fahren, ist immer noch harte Arbeit für die Fahrer. Aber ich habe über den Winter gut trainiert und fühlte mich deshalb körperlich bestens vorbereitet.»
 
«Das Wetter war heute aufgrund der niedrigen Temperaturen etwas knifflig. Weder die Autos noch die Reifen sind dafür geschaffen, bei fünf Grad Celsius gefahren zu werden. Wir fuhren zwei Medium-Reifensätze. Aber bei diesen Bedingungen war es schwierig, sie gut genug aufzuwärmen, damit sie richtig funktionierten. Das war die größte Herausforderung des Tages, aber das war für alle gleich. Die Testmöglichkeiten sind eingeschränkt und somit müssen wir das Beste daraus machen.»

Die Eindrücke von Lewis Hamilton: «Nach drei Monaten Pause ist es spitze, wieder im Auto zu sitzen. Aber leider erhielten wir heute aufgrund des schlechten Wetters nicht die Gelegenheit, allzu viele Runden zu fahren. Die Strecke war am Nachmittag sehr kalt, weshalb es sehr schwierig war, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Sie funktionierten bei diesen Temperaturen nicht richtig, wodurch ich noch kein richtiges Gefühl für die Reifen bekommen konnte.»
 
«Die Bedingungen waren so schlecht, dass ich keine echte Chance hatte, das Auto zu pushen und die Topspeeds auszufahren. Deshalb fällt es mir schwer, viel mehr über das Auto zu sagen. Ich bin einfach nicht lange genug damit gefahren, aber das erste Gefühl ist gut.»

Barcelona-Test, Tag 1

1. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:20,179 (103 Runden)
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:20,349 (58)
3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:20,506 (80)
4. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:20,547 (73)
5. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:21,339 (47)
6. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:22,168 (26)
7. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:22,327 (25)
8. Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:22,371 (93)
9. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:22,452 (46)
10. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:22,578 (55)
11. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:23,408 (63)
12. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM11-Mercedes, 1:25,628 (22)
13. Sergey Sirotkin (RU), Williams FW41-Mercedes, 1:44,148 (23)

Und so geht es am Dienstag, 27. Februar, weiter:

Barcelona-Test, Tag 2, Fahrer

Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H
Estaban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes
Kevin Magnussen (DK), Haas VF-18-Ferrari
Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault
Lewis Hamilton (GB), dann Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+
Carlos Sainz (E), dann Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer>
Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari
Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda
Lance Stroll (CDN), dann Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes

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