FP1 Shanghai: George Russell top, bittere Pille für Rookie Arvid Lindblad
Im einzigen freien Training in Shanghai bestätigte Mercedes die starke Form von Melbourne. George Russell liess sich die Bestzeit notieren. Formel-1-Rookie Arvid Lindblad schaffte nur sechs Umläufe.
Die einzige freie Trainingsstunde in Shanghai begann bei kühlen 12,4 Grad Celsius Aussentemperatur. Als die beiden TGR-Haas-Piloten als Erste ausrückten, war der Asphalt knapp 17 Grad warm. Dennoch füllte sich die Strecke schnell, und die Zuschauer kamen auch gleich auf ihre Kosten. Erst sorgte Franco Colapinto mit einem Dreher in der neunten Kurve für Unterhaltung, kurz darauf legte auch Hamilton einen halben Dreher hin, er zerstörte sich seine Reifen in der sechsten Kehre.
Der siebenfache Weltmeister lieferte sich in den ersten Minuten auch ein Duell mit Weltmeister Lando Norris, wobei sich die beiden GP-Renner berührten. Die Regelhüter schauten sich die Szene an, sahen aber von einer Strafe ab. Der Brite blieb nicht der Einzige, der sich schwer tat, auf der Strecke zu bleiben.
Frühes Aus für Formel-1-Rookie Arvid Lindblad
So verbremste sich Gabriel Bortoleto an gleicher Stelle und nutzte die Auslaufzone, danach wurde eine kurze virtuelle Safety-Car-Phase eingelegt, um ein Trümmerteil von der Strecke zu schaffen. Wenig später wurde das Feld erneut eingebremst, diesmal weil Arvid Lindblad seinen VCARB-Renner auf der Innenseite der Haarnadel-Kurve abstellte.
Nach der ersten Viertelstunde hatte George Russell die Nase vorn, der Melbourne-Sieger schaffte die 5,451 km lange Runde in 1:34,169 min. Dahinter reihte sich nach 20 Minuten Charles Leclerc ein, der beim Saisonauftakt die dritte Position belegt hatte. Russells Teamkollege Kimi Antonelli, Ollie Bearman, Norris, Pierre Gasly, Liam Lawson, Isack Hadjar, Max Verstappen und Oscar Piastri komplettierten die Top-10.
Auf den weiteren Plätzen folgten Hamilton, Colapinto, Alex Albon, Esteban Ocon, Bortoleto, Lindblad, Fernando Alonso, Sergio Pérez, Nico Hülkenberg, Valtteri Bottas, Lance Stroll und Carlos Sainz, wobei Letzterer nach nur einer Installationsrunde auf den mittelharten Reifen wieder in die Box verschwunden war.
Später Start für Williams-Pilot Carlos Sainz
Der Spanier konnte erst in der zweiten Hälfte der Session ausrücken und wichtige Erfahrungskilometer sammeln. Die Konkurrenz tat sich derweil schwer, auf der Strecke zu bleiben. Leclerc, Bortoleto, Norris, Piastri – sie alle erlebten Schrecksekunden. Auch Fernando Alonso, der nur auf weichen Reifen auf der Strecke war, unternahm einen Ausflug, der zweifache Weltmeister tat dies in der 14. Kurve. Colapinto hielt unterdessen die Alpine-Mechaniker auf Trab, weil er in der Boxengasse stehen blieb. Er schaffte es aber selbst, seinen GP-Renner wieder zum Laufen zu bringen und konnte weitermachen.
Die letzte Viertelstunde nutzten viele Fahrer, um auf den weichen Reifen schnelle Runden zu drehen und sich damit aufs Sprint-Qualifying einzustimmen. Russell drückte die Bestmarke auf 1:32,741 min, dahinter folgten Antonelli, Leclerc, Hamilton, Bearman, Piastri, Gasly, Lawson, Norris, Ocon, Hadjar, Verstappen, Hülkenberg, Colapinto, Bortoleto, Albon, Sainz, Alonso, Bottas, Stroll, Lindblad und Pérez auf den weiteren Positionen.
Piastri, der bei seinem Heimspiel in Melbourne vor dem Start schon ausgefallen war, verbesserte sich in den letzten fünf Minuten auf den dritten Platz und reihte sich damit vor Leclerc ein. Bis auf Alonso, Stroll und Pérez waren zu diesem Zeitpunkt alle Fahrer, die noch auf der Strecke waren, auf den weichen Reifen unterwegs.
An der Bestzeit von Russell änderte sich nichts, er blieb 0,120 sec schneller als sein Teamkollege Antonelli, der die zweitschnellste Runde drehte. Dahinter hatten sich Norris und Piastri die Plätze 3 und 4 vor Leclerc und Hamilton gesichert. Bearman – der ganz zum Schluss noch einen Dreher hinlegte, Verstappen, Hülkenberg und Gasly komplettieren die Top-10. Nach der Session absolvierten die GP-Stars noch Übungsstarts.
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