Alex Zanardi über Billy Monger: «Er wird es schaffen»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Alex Zanardi

Alex Zanardi

Alex Zanardi und Billy Monger teilen ein ähnliches Schicksal. Deshalb hatte Monger die italienische Sportikone nach seinem schweren Unfall auch angerufen.

Dieser Anruf lag nahe. Er ist logisch, folgerichtig. Dass Billy Monger nach seinem schrecklichen Unfall und der Beinamputation Alex Zanardi sprechen wollte, liegt auf der Hand. Beide haben dann auch mehrere Male miteinander telefoniert, wie Zanardi im Rahmen der DTM in Budapest verriet. In Ungarn bereitete er sich auf seinen Gaststart im August in Misano vor.

Nicht nur deshalb, sondern aus so vielen unterschiedlichen Gründen ist der 51-Jährige eine Inspiration, ein Vorbild für Kampfgeist, Willen, Zuversicht, Stärke. Zanardi hatte selbst 2001 bei einem Horrorcrash auf dem Lausitzring beide Beine verloren, sich davon aber nicht beirren lassen.

Im Gegenteil: Er fährt wieder Autorennen und wurde Olympiasieger – mit dem Handbike zwei Mal Gold in London 2012 für Einzelzeitfahren und Straßenrennen, Silber mit der Mixed-Teamstaffel, dann 2016 in Rio Gold im Einzelzeitfahren und Silber im Straßenrennen.

Auch das Schicksal von Monger, der bei dem grauenvollen Unfall in Donington Park vom 16. April 2017 beide Unterschenkel verloren hat, hat viele Menschen tief berührt. Mongers Auto war mit voller Wucht auf den nach einem Dreher liegengebliebenen Wagen von Patrik Pasma geprallt. Es dauerte fast zwei Stunden, bis die Rettungskräfte Monger aus dem Wagen holen konnten. Aber erst im Queen’s Medical Centre von Nottingham wurde das ganze Ausmaß der Verletzungen klar: Die Unterschenkel des jungen Mannes aus Charlwood (Surrey) waren so schlimm zugerichtet, dass die Ärzte keine Wahl hatten – Amputation.

Bei seinem Comeback kein Jahr nach seinem Horrorunfall fuhr Monger in der britischen Formel 3 in einem modifizierten Rennwagen sofort aufs Podium. Sein Ziel ist das gleiche wie vor seinem Unfall: Er will in die Formel 1.

Was sagt Zanardi zu diesem Wunsch? Kann ein Junge wie Monger das schaffen?

«Billy war von Anfang an sehr neugierig, was meine Geschichte betraf. Um zu verstehen, ob er vielleicht etwas lernen kann, um die Zeit der Rückkehr in ein normales Leben zu verkürzen», sagte Zanardi.

Der Italiener ist beeindruckt. «Das ist sehr, sehr wichtig: Er ist neugierig, er sucht Inspirationen bei anderen, nicht nur bei mir. Er nutzt jeden Tag, um einen Schritt nach vorne zu machen. Das ist die richtige Einstellung», so Zanardi.

Seine Einschätzung: «Er ist sehr entschlossen und zielstrebig, das ist mein Eindruck. Ich bin mir sicher, dass er es schaffen wird.»

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