Mercedes-Star Valtteri Bottas: «Das ignoriere ich»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas sprach an der Pressekonferenz in Montreal über seinen Rückstand auf seinen Teamkollegen Lewis Hamilton und seine eigene Vertragssituation.

Valtteri Bottas konnte in Monaco zehn frische WM-Punkte bejubeln. Der Mercedes-Pilot eroberte den fünften Rang und betrieb damit Schadensbegrenzung, wie er rückblickend festhält: «Monaco war hart und wir wussten von Anfang an, dass es nicht leicht werden würde. Uns war auch klar, dass es ein wirklich starkes Pflaster von Red Bull und Ferrari war, deshalb war es wohl Schadensbegrenzung, die wir betrieben haben.»

«Unsere Performance entsprach auch in etwa unseren Erwartungen, denn diese Strecke zeigt die Schwächen unseres Autos sehr deutlich auf. Unser Silberpfeil ist definitiv nicht für Monaco gemacht», spricht der Finne Klartext, und fügt an: «Das Fahrzeug passt zu den meisten WM-Kursen, auch zu diesem hier in Montreal. Zumindest war das im vergangenen Jahr noch so. Und ich hoffe, dass es in diesem Jahr auch ein gutes Wochenende wird.»

Dass er nach sechs Rennwochenenden bereits 42 Punkte hinter seinem Teamkollegen und WM-Leader Lewis Hamilton liegt, macht Bottas nicht nervös: «Ich will nicht zu sehr darüber nachdenken. Fakt ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt 68 WM-Zähler gesammelt habe, und damit müssen wir als Team klarkommen. Ich konzentriere mich ganz auf das, was ansteht. Und die Saison ist noch nicht zu alt, es kann also noch viel passieren. Ich hoffe, dass meine Pechsträhne nun vorbei ist und ich das Blatt wenden kann. Es macht keinen Sinn, sich jetzt schon über die WM-Situation den Kopf zu zerbrechen. Ich werde einfach weitermachen und versuchen, weitere Siege zu feiern.»

An der Pressekonferenz von Montreal wurde Bottas natürlich auch auf seine Vertragssituation angesprochen. Denn der dreifache GP-Sieger aus Nastola hat wie sein Stallgefährte Hamilton noch keine Vertragsverlängerung mit dem Mercedes-Team unterschrieben. «Während der Rennwochenenden blende ich das total aus, ich ignoriere es und konzentriere mich ganz auf meinen Job», sagt der 28-Jährige zu seiner Vertragssituation. «Das ist ohnehin das Beste, was du tun kannst. Wenn die Zeit dann reif ist, setzt du dich – idealerweise zwischen zwei Rennwochenenden – mit dem Team zusammen. Aber noch ist dieser Zeitpunkt nicht gekommen. Trotzdem mache ich mir diesbezüglich weder Druck noch Sorgen. Ich denke, ich bin an einem guten Ort und zwischen dem Team und mir läuft es sehr gut.»

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