Lewis Hamilton (Mercedes/5.): Ferrari wird schwächeln

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

​Weltmeister Lewis Hamilton hatte zu Beginn des Rennens viele Probleme mit seinem Motor, so dass der Engländer sagt: «Ich bin dankbar für Rang 5. Denn ich war überzeugt – ich falle aus.»

Fünfter Platz in einem Lieblingsrennen von Lewis Hamilton, immerhin konnte der Brite hier schon sechs Mal siegen, dazu WM-Führung futsch. Aber wer glaubte, nach dem Stadt-GP von Montreal einen geknickten Hamilton zu treffen, sah sich getäuscht. Lewis sagt: «Ich bin so dankbar für Rang 5. Denn ich war überzeugt – ich falle aus.»

Was war passiert? Die Daten der Mercedes-Ingenieure zeigten an – der Motor von Hamilton wurde viel zu heiss! Lewis berichtete in der achten Runde erstmals von Schwierigkeiten mit der Leistungsentfaltung. Die Mercedes-Mannschaft holte ihn früher als eigentlich geplant zum Reifenwechsel herein, die flinken Mechaniker rissen Abdeckungen von Kühlöffnungen vom Wagen. Danach atmete der 1,6-Liter-V6-Turbomotor etwas freier.

Dennoch ging ein Rang an Daniel Ricciardo verloren: Weil die erste Runde nach dem Stopp von Hamilton langsam war, samt eines gefährlichen Rutschers in Kurve 2, und weil die Runde des australischen Rivalen vor dessen Stopp extrem schnell war.

Das alles bedeutete letztlich Rang 5, und weil Sebastian Vettel dieses Rennen gewonnen hat, steht es vor dem Grossen Preis von Frankreich nun 121:120 für Vettel.

Hamilton weiter: «Ich bin einfach nur dankbar, dass ich es überhaupt ins Ziel geschafft habe. Ich spürte von Anfang an, dass mir nicht die übliche Leistung zur Verfügung steht. Der Motor lief zu heiss, und ich brachte die Temperaturen nicht herunter, egal was ich im Wagen verstellte.»

«Ich sass wie auf Eiern, ich rechnete jeden Moment mit einem markanten Leistungsverlust, und dann weisst du – jetzt hast du vorzeitig Feierabend. Das ist der siebte Einsatz des Motors, da musst du mit allem rechnen. Ich hätte heute erheblich mehr Boden auf Sebastian verlieren können.»

«Ferrari hatte hier in Kanada das bessere Auto. Wir müssen härter arbeiten, wir müssen positiv bleiben. Es gibt keinen Grund zur Panik. Wir müssen nur ruhig machen, was wir immer machen, motiviert bleiben, Ärmel hochgekrempelt lassen, früher oder später wird Ferrari schwächeln. Wir müssen den Druck aufrechterhalten. Das konnten wir in Kanada nicht, aber ich bin sicher, in den kommenden Rennen sieht das wieder ganz anders aus.»

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