Adrian Newey: «Budgets müssen kontrolliert werden»

Von Agnes Carlier
Formel 1
Formel-1-Designer Adrian Newey

Formel-1-Designer Adrian Newey

Red Bull Racing-Designer Adrian Newey sprach am Rande des 24h-Rennens von Le Mans auch über die geplante Budget-Obergrenze, welche die neuen Formel-1-Machthaber einführen wollen.

Adrian Newey nutzt das freie Wochenende zwischen den Formel-1-WM-Läufen in Montreal und Le Castellet, um sich den 24h-Klassiker von Le Mans aus der Nähe anzusehen. Und das aus gutem Grund: Sein Sohn Harrison bestritt schliesslich sein Debüt beim berühmten Langstrecken-Rennen an der Sarthe.

Der Red Bull Racing-Designer nahm sich trotzdem die Zeit, auch über die Formel 1 zu sprechen, genauer gesagt über die geplante Budget-Obergrenze, welche die Formel-1-Verantwortlichen von Liberty Media einführen wollen. «Ich denke, dass es nötig ist, die Budgets zu kontrollieren, da stimme ich den Formel-1-M», stellte er gleich zu Beginn klar.

«Die grosse Frage ist nur, wie man diese kontrollieren kann», fügte das erfolgreiche Formel-1-Design-Genie an. «Ich bezweifle, dass dies bestimmte Prüfer oder Buchhalter tun können, denn es gibt zu viele Schlupflöcher. Ich weiss auch nicht, wie man das hinbekommen kann, diese zu schliessen. Denn Budget-Obergrenzen sind schwer zu kontrollieren. Man kann vielleicht Beschränkungen bei der Produktion einführen und so die Budgets kontrollieren.»

Mit ein Grund für die Schwierigkeiten ist die Beteiligung der Automobil-Hersteller. Newey warnt: «Sobald die Hersteller involviert sind, wird es schwierig, die Budgets zu kontrollieren, denn für sie ist es ein Leichtes, beispielsweise die Kosten für die Forschung in anderen Geschäftsbereichen zu verstecken.»

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