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TT1989: Mit Neil Smith von den Zuschauerrängen auf das TT-Podium

Nur noch drei Tage bis zum Trainingsbeginn der Tourist Trophy. Speedweek.com verkürzt die Wartezeit und erinnert an einigen der kuriosesten Geschichten rund um das wichtigste Straßenrennen der Welt.

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Allein wegen der ungewöhnlich Streckenlänge des Snaefell Mountain Courses von 60,725 Kilometern, einem Höhenunterschied von über 400 Metern, den über 250 Kurven, der Renndistanz der Senior-TT von über 360 Kilometern, dem Einzelstart und einer Durchschnittgeschwindigkeit von beinahe 200 km/h unterscheidet sich die Tourist Trophy auf der Isle of Man von jedem anderen Motorradrennen. Die TT-Rennen lieferten in der Vergangenheit Geschichten, die sich heutzutage anhören, als seien sie der Fantasie eines von Hollywood-Drehbuchschreibern entsprungen.

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Im Jahr 1989 ereignete sich eine Anekdote, die zu unglaublich klingt, um wahr zu sein, aber sie wurde dem Autor vom Seitenwagen-Piloten Neil Smith erzählt. «Bei der TT 1989 entschied mein Beifahrer, den ich eigentlich haben sollte, nach dem ersten Training, dass er es nicht schaffen würde. Damit stand ich plötzlich ohne Passagier da. Ich suchte im gesamten Fahrerlager nach jemandem, der kurzfristig einspringen könnte, blieb aber erfolglos. Für das Training am Dienstagabend hatte ich die technische Abnahme bereits hinter mir, hatte aber immer noch keinen Beifahrer.»

Als der Brite einen anderen Teilnehmer seine missliche Situation schilderte, wies ihn dieser auf einen schick gekleideten Mann hin, der auf der gegenüberliegenden Seite der Glencrutchery Road mit seinen beiden Kindern das Training verfolgte. Angeblich hatte dieser früher bei einem Rennen auf dem Flugplatz in Jurby bereits als Beifahrer in einem Gespann gesessen.

«Ich bin natürlich sofort zu ihm hinübergeeilt und habe ihn angesprochen, ob er sich vorstellen kann, bei mir als Beifahrer mitzufahren. Er entgegnete, dass er eigentlich nur zum Zuschauen hier sei und außerdem keine Motorradbekleidung habe. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass ich im Transporter noch Ersatz-Lederkombis und einen Helm hätte. Inzwischen hatten meine Konkurrenten das Training bereits aufgenommen, wir waren also in Eile. Wir rannten zu meinem Transportfahrzeug und er probierte die Lederkombi, die erfreulicherweise passte.»

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Höchstwahrscheinlich der einzige Teilnehmer ohne Lizenz auf dem TT-Podium

Obwohl er keine Rennlizenz besaß und er auch nicht an der obligatorischen Fahrerbesprechung teilgenommen hatte, fuhr das zufällig zusammengewürfelte Duo auf die Strecke und legte im Training zwei Runden zurück. Weil sein Talent erkennbar war, bat ihn der Pilot auch im Rennen als Beifahrer mitzufahren. «Er sagte darauf, er müsse erst seine Frau fragen.»

Vor fast 40 Jahren wurde das Reglement offensichtlich nicht so streng ausgelegt wie heutzutage. Nachdem Dave Wood die Einwilligung seiner Frau bekommen hatte, ging es mit viel Zuversicht ins erste Rennen. «Langer Rede, kurzer Sinn, wir durften etwas überraschend neben den Siegern Dave Molyneux und Colin Hardman sowie den Zweitplatzierten Kenny Howles und Steve Pointer aufs Siegertreppchen. Dave ist in der jüngeren Geschichte der Tourist Trophy höchstwahrscheinlich der einzige Teilnehmer, der ohne Lizenz auf dem Podium stand.»

Auch im zweiten Rennen waren Smith/Wood auf dem Weg zu einer Top-3-Platzierung, doch es sollte anders kommen. «Es lief wirklich gut für uns. Wir hatten die Nummer 15 und bereits viele Fahrer, die vor uns gestartet waren, überholt. Der Zeitnehmung führte uns an der zweiten Stelle. Als wir auf den Parliament Square in Ramsey einfuhren, roch ich Benzin und dachte, jemand vor uns hätte ihn verloren, doch dann stupste mich Dave an und hielt eine Benzinleitung in der Hand, die er versehentlich abgezogen hatte und aus der Benzin spritzte.»

«Wir hielten in Whitegates an. Während ich versuchte, das Problem zu beheben, rasten alle knapp an meinen Beinen vorbei. Als wir nach etwa vier Minuten losfuhren, waren wir an der Ramsey-Hairpin auf Rang 64 zurückgefallen. Dann begann auch noch die Kupplung durchzurutschen und ich hatte bereits beschlossen, aufzugeben, aber oben auf dem Berg lief es plötzlich wieder besser. Als wir unsere erste Runde beendet hatten, lagen wir auf dem 48. Platz, aber am Ende des Rennens waren wir 14. Wir hatten an diesem Tag die meisten Überholmanöver.»

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