Vor Österreich-GP: Vier Formel-1-Fahrer mit Strafen

Von Mathias Brunner
Formel 1
Brendon Hartley mit seinem Toro Rosso-Honda

Brendon Hartley mit seinem Toro Rosso-Honda

​Grosser Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring: Vier Fahrer müssen vor dem neunten WM-Lauf der Saison eine Strafversetzung hinnehmen – so gehen die 20 Piloten in der Steiermark ins Rennen.

Alle reden am Red Bull Ring über die Strafe für Ferrari-Star Sebastian Vettel. Durchaus möglich, dass am Ende der Saison Strafversetzungen wie für den Deutschen im WM-Duell den Ausschlag zwischen Titel oder Niederlage geben. Zur Erinnerung: Vettel hatte im Qualifying die drittschnellste Zeit hinter den beiden Mercedes erzielt. Aber er muss von Startplatz 6 ins Rennen gehen, weil die Rennkommissare fanden – es darf keine Entschuldigung sein zu sagen, Vettel habe Carlos Sainz nicht gesehen. Vettel ruinierte eine schnelle Runde des Madrilenen, der Renault-Fahrer meinte sogar: «Wenn ich Sebastian nicht ausgewichen wäre, dann hätte es gekracht.»

Vettel ist einer von vier Piloten, die in der Startaufstellung strafversetzt sind. Am Sauber von Charles Leclerc musste das Getriebe ersetzt werden, bevor die übliche Laufleistung erreicht worden ist. Der Schaden an der Kraftübertragung wurde von einem Defekt an einem hinteren Dreiecks-Querlenker ausgelöst. Also fünf Ränge zurück. Damit war die gute Leistung von Leclerc beim Teufel.

Toro-Rosso-Fahrer Brendon Hartley erreichte im Abschlusstraining Platz 19. Am Sonntagmorgen bestätigte Honda: Aus taktischen Gründen erhält der Neuseeländer einen neuen Motor. Die Denke bei den Japanern: Brendon steht ohnehin hinten, eine Strafe wegen des Einbaus der neuen Antriebseinheit ist also weniger gravierend als hätte der zweifache Weltmeister beispielsweise Startplatz 12 erkämpft und müsste dann wegen Motorwechsels zurück. Honda betont, dass es mit dem 1,6-Liter-V6-Motor von Hartley kein technisches Problem gegeben habe.

Knapp drei Stunden vor dem Rennen gab McLaren bekannt: Im Wagen von Fernando Alonso wird eine neue MGU-K (elektrischer Generator für die kinetische Energie) eingebaut, dazu wird der Frontflügel geändert. Daher geht der zweifache Weltmeister aus der Boxengasse auf die Reise.

Und so gehen sie ins Rennen:


1. Valtteri Bottas (Mercedes)
2. Lewis Hamilton (Mercedes)
3. Kimi Räikkönen (Ferrari)
4. Max Verstappen (Red Bull Racing)
5. Romain Grosjean (Haas)
6. Sebastian Vettel (Ferrari) – um 3 Ränge strafversetzt (Sainz blockiert)
7. Daniel Ricciardo (Red Bull Racing)
8. Kevin Magnussen (Haas)
9. Carlos Sainz (Renault)
10. Nico Hülkenberg (Renault)
11. Esteban Ocon (Force India)
12. Pierre Gasly (Toro Rosso-Honda)
13. Lance Stroll (Williams)
14. Stoffel Vandoorne (McLaren)
15. Sergio Pérez (Force India)
16. Sergey Sirotkin (Williams)
17. Charles Leclerc (Sauber) – um 5 Ränge strafversetzt (Getriebewechsel)
18. Marcus Ericsson (Sauber)
19. Brendon Hartley (Toro Rosso-Honda) – Motorwechsel

Aus der Boxengasse: Fernando Alonso (McLaren) – Änderungen an Motor und Frontflügel

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