Nico Hülkenberg in Silverstone: «Es wird interessant»

Von Otto Zuber
Formel 1
Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg

Geht es nach Renault-Star Nico Hülkenberg, erwarten uns zum zehnten Formel-1-Wochenende auf dem Silverstone Circuit ein interessantes Qualifying und ein ebenso spannender GP – und das liegt nicht nur am guten Wettter.

Zum Auftakt ins zehnte Rennwochenende auf dem Traditionskurs von Silverstone musste sich GP-Routinier Nico Hülkenberg mit dem 18. Platz auf der FP1-Zeitenliste begnügen. Denn sein Renault-Team konzentrierte sich in den ersten 90 Trainingsminuten darauf, verschiedene Fahrzeug-Abstimmungen und einige aerodynamische Weiterentwicklungen auszuprobieren.

Am Nachmittag stand dann gemäss Sportdirektor Alan Permane die Reifenarbeit im Fokus der Fahrer und Ingenieure. Speziell der Abbau und die Temperaturentwicklung in den Longruns war von Interesse. Hülkenberg, der sich am Nachmittag auf den siebten Platz verbesserte und mit seiner persönlichen Bestzeit von 1:29,354 min knapp 1,8 sec langsamer als Spitzenreiter Sebastian Vettel blieb, war in der zweiten Session auf der harten und der weichen Mischung unterwegs. Sein Stallgefährte Carlos Sainz, der den Freitag auf Platz 11 der FP2-Zeitenliste abschliessen konnte, probierte die mittelharten und weichen Reifen im Renntrimm aus.

Nach getaner Arbeit fasste Hülkenberg zusammen: «Das war ein ganz normaler Freitag, in dessen Verlauf wir das Auto verbessern konnten. Wir haben einige Fortschritte machen können und ich bin ziemlich glücklich mit meinem Dienstwagen.» Angesichts der ungewöhnlich heissen Temperaturen erwartet der Deutsche ein spannendes Qualifying und Rennen: «Es ist ziemlich hiess und in Kombination mit dem neuen Belag, der gelegt wurde, sollten das Qualifying und das Rennen am Sonntag interessant ausfallen.»

Auch Nick Chester zog eine positive Tagesbilanz. Der Technikchef der Gelben erklärte: «Silverstone ist immer eine knifflige Piste, um die Fahrzeug-Balance hinzubekommen, denn sie umfasst ziemlich langsame Ecken und auch einige sehr herausfordernde Highspeed-Kurven. Der Trainingsfreitag lief ganz normal ab, wir konnten das Auto im Verlauf der ersten Session stetig verbessern, denn zum Start hatten wir etwas zu starkes Untersteuern.»

«Aber wir haben fürs zweite Training einige Änderungen beim Set-up vorgenommen und das funktionierte», fügte der Brite eilends an. «Als wir zum Ende hin die Qualifying-Simulation abgespult haben, lief das Auto sehr gut. Wir sehen im Renntrimm ziemlich konkurrenzfähig aus und werden alles daran setzen, um uns mit Blick aufs Abschlusstraining weiter zu verbessern.»

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