Max Verstappen: Wie er die Vettel-Blamage einschätzt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Max Verstappen und Sebastian Vettel nach dem Österreich-GP

Max Verstappen und Sebastian Vettel nach dem Österreich-GP

​Es hagelt Kritik für Sebastian Vettel, weil er den Hockenheim-Sieg verspielt hat. Was sagt einer, der sich gut in die Lage des Ferrari-Stars einfühlen kann, ein anderer Pilot? Max Verstappen nimmt Stellung.

15 Runden vor Schluss schien alles klar zu sein für Sebastian Vettel. Der Ferrari-Pilot lag in Hockenheim beim Heimrennen überlegen in Führung, er verwaltete einen Vorsprung von mehr als acht Sekunden. Ja, auch für ihn waren die Verhältnisse auf der Bahn prekär, die Bahn war nach Regen schmierig, aber niemand rechnete damit, was dann passierte – der vierfache Weltmeister rutschte in der Sachskurve wie ein Anfänger geradeaus. Diesen Steilpass liess sich WM-Rivale Lewis Hamilton nicht entgehen.

Bei aller Kritik, die nun auf Vettel einprasselt: Der 51fache GP-Sieger ist gewiss kein Anfänger. Also wie konnte dieser Patzer passieren? Die ganzen Schreibtischtäter zerreissen sich derzeit den Mund und füllen die sozialen Netzwerke mit Häme, aber Fakt ist – nur die anderen 19 Formel-1-Piloten können nachvollziehen, wie schwierig die Verhältnisse an jenem Nachmittag wirklich gewesen sind.

Einer dieser 19 Fahrer ist Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen, der im Rahmen seiner Medienrunde nach dem Hockenheim-Rennen Vettel zur Seite eilt: «Es war supertückisch da draussen, ganz besonders in der Sachskurve. Wenn du dort nur einen Moment ein Rad stehen lässt, dann geht es schon geradeaus. Wir hatten im Rennen ganz besondere Umstände. Da kann ein Fehler wie von Vettel eben passieren.»

Verstappen will auch nicht in den Chor jener einstimmen, die nun den Mahnfinger heben und argumentieren: Es war nicht der erste Fehler von Vettel in diesem Jahr. Max beteuert: «Ach was, das hätte jedem von uns passieren können.»

Der Niederländer ist einer, der bei nasser Bahn seine eigenen Linien sucht, legendär sein Rennen in Brasilien 2016. Die Darbietung im Regen von Interlagos wurde mit den besten Fahrten von Ayrton Senna verglichen. Max weiter: «Du versuchst einfach überall, Haftung zu finden. Gleichzeitig musst du das Risiko gut abschätzen, denn du willst eine schöne Punktebeute nicht aufs Spiel setzen. Mit diesem Risiko umzugehen, das ist sehr schwierig.»

Weil die RBR-Strategen damit rechneten, dass es stärker zu regnen beginnen würde, erhielt Max zwischendurch Intermediate-Reifen. Verstappen: «Die Dinge sind nicht für uns gelaufen. Es begann heftiger zu regnen, und die Niederschläge breiteten sich aus, zu den Kurven 8 bis 10. Also dachte ich mir – wenn das so weitergeht, wird auch der dritte Pistenteil bald nass sein. Aber das passierte nicht. Also musste ich nochmals an die Box kommen und wieder Trockenreifen abholen. Es war ein wenig Gambling, aber es hat sich nicht bezahlt gemacht.»

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