Christian Horner: «Ricciardo wollte Führungsrolle»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner ist überzeugt, dass Daniel Ricciardo sein Team nach dieser Saison verlassen wird, weil er befürchtete, immer mehr die Wasserträger-Rolle für Max Verstappen gedrängt zu werden.

Die Ankündigung von Daniel Ricciardo, die Red Bull-Familie nach zehn Jahren in Richtung Renault zu verlassen, überraschte nicht nur viele Fans und so manchen Formel-1-Experten. Auch Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner glaubte zunächst, der fröhliche Australier scherze, als er ihn über seine Entscheidung informierte.

Doch Ricciardo, der fünf Jahre in Diensten der A-Mannschaft der Österreicher stand, ist zum Schluss, gekommen dass die Zeit reif ist für eine Veränderung. Er betont: «Das war bei weitem die härteste Entscheidung, die ich in meinem Dasein als Rennfahrer treffen musste – und eine der schwierigsten, die ich in meinen bisherigen 29 Lebensjahren gefällt habe. Es ist absolut traurig, weiterzuziehen, auch wenn ich gespannt bin auf die neue Herausforderung mit Renault.»

Horner erklärte in einem Gespräch mit den Kollegen der offiziellen F1-Website «Formula1.com» dazu: «Ich schätze, er fühlte nach fünf Jahren, dass er eine neue Herausforderung und Perspektive nötig hat. Er hat sich offensichtlich für das Renault-Werksteam entschieden, weil er denkt, dass sie im Kommen sind. Er kennt das Renault-Produkt auch ziemlich gut.»

«Und ich habe auch das Gefühl, dass er eine Führungsrolle übernehmen wollte, vielleicht in einem etwas kleineren Umfeld», sagte der Brite. «Denn der Konkurrenzkampf zwischen ihm und Max ist sehr intensiv. Max wird immer stärker. Und ich denke, Daniel hat einfach entschieden, dass die Zeit reif war, sich zu verabschieden und etwas Anderes zu versuchen.»

Bei Red Bull Racing geniessen die beiden Stammfahrer zwar den gleichen Status, beteuerte Horner weiter. «Aber Daniel hat gesehen, dass Max immer mehr heranreift und mit Blick auf den Speed und die Kraft immer stärker zulegt, und er fürchtete wohl, die zweite Geige zu spielen. Auch wenn die beiden Fahrer natürlich gleich behandelt werden. Ich denke, dass dies ein wichtiger Grund für seine Entscheidung war. Und ich könnte es verstehen, wenn es um Ferrari oder Mercedes gegangen werden. Aber das ist ein enormes Risiko, dass er nun eingeht.»

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