Formel 1

Sebastian Vettel: «Mitleid möchte ich keines»

Von - 24.10.2018 14:00

Sebastian Vettel sind in dieser Formel-1-Saison einige Fehler unterlaufen, Ferrari allerdings auch. Vom Deutschen gibt es allerdings kein böses Wort.

Es war zuletzt in Japan, als Sebastian Vettel sich vor seine Mannschaft stellte. Es war ein kurioses Bild, als der Deutsche den Teamgeist beschwor, sein Ferrari-Team gegen die Kritik nach der verpatzten Taktik im Qualifying verteidigte. Keine 24 Stunden, nachdem Teamchef Maurizio Arrivabene dieses Team noch an den Pranger gestellt hatte.

Für Vettel ist das etwas Grundsätzliches. Er hätte auf dem Patzer der Strategen, als einziges Team auf Regenreifen zu setzen, herumreiten können. Doch Vettel vermeidet öffentliche Kritik. «Der Geist innerhalb des Teams ist unglaublich. Es ist unglaublich, wie stark und positiv sie sind. Das hat das Team immer stark gemacht und wird es auch in Zukunft stark machen», sagte er.

In der Welt am Sonntag betonte er nochmals: «Formel 1 ist ein Teamsport und kein Einzelsport. Ein Team gewinnt und verliert zusammen.» Unter dem Strich habe man in den vergangenen Jahren viel erreicht, so Vettel: «Wir sind auf dem richtigen Weg und haben definitiv auch in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorn gemacht. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist die Weltmeisterschaft dank uns eng – und keine Mercedes-Show mehr. Der letzte entscheidende Schritt steht aber noch aus.»

Seine Verbindung zu Ferrari ist eng. «Ich bin Ferrari-Fan. Mich beeindruckt die Leidenschaft, die hinter dem Namen Ferrari steckt und die alle Mitarbeiter leben. Und ich glaube, dass auch die Tifosi diese Leidenschaft in sich tragen.»

Dass auch Arrivabene teilweise massiv in der Kritik steht, sieht Vettel nüchtern. «Als Teamchef steht er nun mal im Mittelpunkt, das hat die Position so an sich. Aber für mich ist wichtig, dass wir zusammenarbeiten und uns gegenseitig respektieren. In Zeiten wie diesen gibt es eben Kritik.»

Sieht er sich bei der ganzen Kritik als mitverantwortlich oder als Opfer? Vettel: «Wir sind ein Team, deswegen kann man nie jemanden allein verantwortlich machen. Ja, natürlich bin ich mitverantwortlich. Aber Opfer? Nein, danke! Mitleid möchte ich keines.»


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