Christian Horner (Red Bull) zu Honda: Gesundes Umfeld

Von Mathias Brunner
Formel 1
Adrian Newey, Dr. Helmut Marko, Honda-Rennchef Masashi Yamamoto, Christian Horner und Honda-Projektleiter Toyoharu Tanabe

Adrian Newey, Dr. Helmut Marko, Honda-Rennchef Masashi Yamamoto, Christian Horner und Honda-Projektleiter Toyoharu Tanabe

​Honda gibt Vollgas für die Saison 2019, wenn Red Bull Racing mit 1,6-Liter-V6-Turbos ausgerüstet wird. RBR-Teamchef Christian Horner: «Wir können mit einem Motorpartner in gesundem Umfeld arbeiten.»

Der schlafende Riese ist erwacht: Nach dem Waagrechtstart von Honda mit McLaren (2015 bis 2017 drei Jahre lang kein Podestplatz) haben die Japaner in der abgelaufenen Saison die Rennstrecke als Labor benutzt – Strafversetzungen für den neuen Partner Toro Rosso wurden in Kauf genommen, um zusätzliche Erkenntnisse für jenen 2019er 1,6-Liter-V6-Turbomotor zu gewinnen, den auch Red Bull Racing erhält.

Max Verstappen ist schon mehrfach nach Japan gereist, um sich von den Fortschritten Hondas zu überzeugen. Der Niederländer verströmt viel Optimismus. Red-Bull-Rennchef Dr. Helmut Marko, Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner und Star-Fahrer Verstappen sind der Überzeugung – Red Bull Racing-Honda kann 2019 Mercedes und Ferrari Paroli bieten. Max argumentiert dabei mit einer entwaffnend simplen Logik: «Wir hatten das beste Chassis. Das zeigt sich alleine durch unsere Leistungen auf jenen Strecken, auf welchen nicht die rohe Motorleistung entscheidend ist.»

In Monaco hat Daniel Ricciardo gewonnen, obschon der Renault-Motor angestochen war. In Mexiko hat Verstappen gewonnen, in Brasilien war er auf dem Weg zum zweiten Sieg in Folge, bevor er über Esteban Ocon stolperte. Aber in der zweiten Saisonhälfte hat nur Lewis Hamilton mehr WM-Punkte geholt als Verstappen.

Das weiss auch Christian Horner. Der Erfolgs-Teamchef von Red Bull Racing sagte vor Weihnachten: «Hätte, Wenn und Aber sind in unserem Sport immer schnell zur Hand, aber ich traue mich zu behaupten – mit 50 PS mehr hätte die WM 2018 einen etwas anderen Verlauf genommen. Ich ziehe meinen Hut vor allen Leuten im Werk von Milton Keynes, sie haben eines unserer besten Chassis gebaut. Ich meine, schaut euch an, wo die anderen Teams mit dem gleichen Motor gelandet sind, das sind doch Welten.»

Zur Erinnerung: Das Renault-Werksteam holte 122 Punkte und wurde WM-Vierter, Red Bull Racing fuhr als WM-Dritter 419 Punkte heraus. McLaren landete in der Markenwertung auf Rang 6, mit 62 Zählern.

Horner weiter: «Ich bin davon überzeugt – wir werden 2019 in Sachen Leistung den besten beiden Triebwerken erheblich näher sein. Wir sind sehr angetan davon, was wir auf Papier und Prüfständen sehen. Aber letztlich muss die Stoppuhr die Antworten geben.»

Honda hatte 2018 Probleme mit der Standfestigkeit, aber das macht Horner kein Kopfweh. «Die Richtung stimmt. Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir auch elf oder zwölf Ausfälle gehabt haben. Aber es stimmt schon – die Zuverlässigkeit wird der entscheidende Faktor sein. Lewis Hamilton hatte in dieser Saison einen Ausfall, bei Sebastian Vettel war es auch so. Solche Werte musst du erreichen, wenn du bei der Vergabe des Titels mitreden willst.»

Ein riesiger Vorteil für Red Bull Racing: Die britische Aussenstelle von Honda liegt nur wenige Autominuten entfernt, ebenfalls in Milton Keynes. Horner: «Kommunikation ist ganz besonders in unserem Sport elementar. Honda ist bei uns um die Ecke zuhause. Bislang läuft die gemeinsame Arbeit wie am Schnürchen, können mit einem Motorpartner in gesundem Umfeld arbeiten. Durch die Kooperation zwischen Toro Rosso und Honda 2018 mussten wir auch nicht bei null beginnen.»

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