Günther Steiner zur Netflix-Serie: Nichts für Tochter

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Günther Steiner lacht über seinen Auftritt in der neuen Netflix-Formel-1-Doku: «Ich schätze, sie ist für meine Tochter ungeeignet.» Es gibt auch viel Lob vom Renault-Piloten Daniel Ricciardo.

Die Formel-1-Doku «Drive to Survive» von Netflix erhält viel Anerkennung der Formel-1-Fans: Das wahre Grand-Prix-Leben wird gezeigt, die ganze Leidenschaft der Formel 1 kommt in voller Stärke rüber, das schliesst alle Höhen und Tiefen mit ein. Der geheime Star der ersten Folge ist für viele GP-Freunde, ein wenig unerwartet vielleicht, Haas-Teamchef Günther Steiner – denn der 53jährige Südtiroler hält sich mit Kraftausdrücken nicht zurück, am Kommandostand, im Funk, am Telefon mit Teambesitzer Gene Haas. Steiner schmunzelt dazu im Fahrerlager des Albert Park Circuit von Melbourne: «Ich schätze, die Serie ist für meine Tochter ungeeignet. Aber wieso sollte ich mich verstellen? Die Serie soll doch die Formel 1 so wahrheitsgetreu wie möglich zeigen, und Emotionen sind ein ganz elementarer Bestandteil des Grand-Prix-Sports.»

«Ich finde, die Netflix-Leute geben sehr gut wieder, wie die Formel 1 tickt. Es soll ja eine Dokumentation sein, keine Fiktion. Das ist verstanden und entsprechend umgesetzt worden. Mir gefällt das Ergebnis.»

Renault-Star Daniel Ricciardo hat die Netflix-Leute zu sich nach Perth eingeladen und auch in sein zweites Zuhause nach Monaco. «Wenn du eine Film-Mannschaft in deinen eigenen vier Wänden begrüsst, dann willst du dich wohlfühlen. Die Netflix-Leute waren immer respektvoll. Ich finde das Ergebnis sehr gelungen, und ich hoffe, viele Menschen sehen sich das nicht auf dem Smartphone an, sondern auf einem richtigen Schirm.»

«Es ist ein wenig seltsam, sich selber im Film zu sehen. Ich finde, ich klinge ganz anders als ich mich selber wahrnehme. Dieses Projekt ist cool für die ganze Formel 1. Wenn beispielweise in einer amerikanischen Kleinstadt jemand die Serie guckt und dadurch unseren Sport besser versteht, dann haben wir alle etwas davon. Klar können wir über den Titel diskutieren, “Drive to Survive”, ein wenig übertrieben, dieser Überlebens-Aspekt, ein wenig intensiv, nicht wahr? Aber letztlich ist es ja Fernsehen, da darf es durchaus ein wenig dramatisch klingen.»

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