Formel 1

Christian Horner: «Das ist nicht unser Job»

Von - 19.05.2019 13:20

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner denkt nicht über die Folgen der Mercedes-Dominanz für die Formel 1 nach. Und er betont, dass die Erfolgssträhne der Silberpfeile nicht ewig andauern wird.

Nach fünf Mercedes-Doppelsiegen in den ersten fünf Saisonläufen muss auch Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner neidlos einräumen: «Wir erleben hier wohl einen Mercedes-Titelkampf. Nach fünf Rennen sind sie nur drei Punkte von der maximalen Punkteausbeute entfernt.» Und diese gab es zwei Mal für Ferrari-Star Charles Leclerc und einmal für Pierre Gasly für die jeweils schnellste Rennrunde.

Trotz der hohen Punkteausbeute der Silberpfeile glaubt Horner aber nicht, dass die Sternmarke auch die restlichen Grands Prix in diesem Jahr auf den Plätzen 1 und 2 beenden wird. «Das Jahr dauert noch lange an und wir nehmen ein Rennen nach dem anderen. Ich bezweifle, dass Mercedes in allen 21 WM-Läufen so gut abschneiden wird. Das wäre eine Riesenerrungenschaft!»

Und auf die Frage, ob Mercedes überhaupt geschlagen werden kann, antwortete der Brite trotzig: «Jeder kann das. In der Formel 1 geht es um Teamwork, und hier treten die grössten Teams der Welt gegeneinander an. Mercedes befindet sich derzeit auf einer Erfolgswelle, aber auch diese wird nicht ewig andauern, und es ist unser Job dafür zu sorgen, dass wir alle Mittel und Fähigkeiten vereinen, um sie in Zukunft zu schlagen.»

Den Vorwurf, das Mercedes-Team sorge mit seiner Dominanz für eine langweilige Meisterschaft, will Horner nicht hören. Der Teamchef, der zwischen 2010 und 2013 mit Sebastian Vettel selbst vier Titeljahre in Folge feiern durfte, denkt nicht über die Folgen der Mercedes-Überlegenheit für den Sport nach. «Das ist nicht unser Job – wir treten als Teams an und sind als solche verantwortlich für den Speed unserer Autos. Natürlich ist das eine Zwickmühle, denn der Fan in dir will auch, dass es eine aufregende WM wird.»

«Für uns war 2010 das aufregendste Jahr, als der Titelkampf bis zum Schluss zwischen Fernando Alonso, Lewis Hamilton und unseren Fahrern ausgetragen wurde. Auch 2012 wurde es mit Alonso erneut spannend. Wenn man in einer solchen Situation triumphiert, fühlt sich die Errungenschaft ganz besonders gut an», erinnert er sich.

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