Mika Häkkinen: «Red Bull Racing schon vor Ferrari»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der zweifache Formel-1-Champion Mika Häkkinen freut sich, dass die Mercedes-Dominanz in den letzten Rennen gebrochen worden ist. Und der Finne stellt fest: «Red Bull Racing liegt bereits vor Ferrari.»

Mika Häkkinen freut sich. Der 20fache Grand-Prix-Sieger stellt in seiner Kolunne für den Wettanbieter Unibet fest: «Das schöne Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen in Ungarn hat das Bild aus den Rennen zuvor zementiert – die Formel 1 geht in hervorragender Verfassung in die Sommerpause. Im ersten Teil der Saison dominierte Mercedes-Benz, aber die letzten vier WM-Läufe waren aufregend, unberechenbar und erinnerungswürdig.»

Der Formel-1-Weltmeister der Jahre 1998 und 1999 findet: «Einer der Gründe dafür, dass der Grand-Prix-Sport derzeit so packend ist – Red Bull Racing hat es geschafft, den Wagen in ein Siegerauto zu verwandeln. So konnte Verstappen in Österreich und Deutschland zum Sieg rasen. Und beinahe hätte das auch in Ungarn geklappt.»

«Ich fand es immer ein wenig seltsam, dass Max in seinem fünften Formel-1-Jahr und nach sieben Siegen in der Königsklasse noch immer keine Pole-Position hatte. Das hat er in Ungarn korrigiert. Wie er sich auf dem Hungaroring den besten Startplatz sicherte, das war wirklich eindrucksvoll.»

«Valtteri Bottas kam ihm bis auf ein paar Tausendstelsekunden nahe, aber dann wurde sein Rennen durch die Kollision mit dem Ferrari von Charles Leclerc ruiniert. Die letzten beiden Rennwochenenden waren für Valtteri sehr frustrierend. Manchmal brauchst du auch ein wenig Glück, um alles auf die Reihe zu bekommen, und ich bin mir sicher, Bottas wird nach der Sommerpause stark fahren.»

«Rasch wurde im Ungarn-GP klar: Das ist eine Sache zwischen Verstappen und Hamilton. Es war atemberaubend, wie Lewis versuchte, sich in Runde 39 an Max vorbeizupressen, und es misslang! Der Versuch dort war sehr mutig. Ab da war klar: Mercedes musste sich gegen den starken Max etwas Anderes einfallen lassen.»

«Als Hamilton dann für frische Reifen hereingeholt wurde dachten viele, sogar Lewis selber, dass dies nicht reichen würde gegen Max. Aber die Rechnung ging wundervoll auf. Am Ende konnte Verstappen auf seinen zerschlissenen Walzen keine Gegenwehr mehr leisten.»

«Ferrari war in Ungarn nicht auf der Höhe, ungeachtet des dritten Platzes von Sebastian Vettel. Ich schätze, auf den Kursen von Spa-Francorchamps und Monza, wo viel Speed gefragt ist, werden sie eher bei der Musik sein. Aber Ungarn hat einmal mehr klargemacht: Ferrari ist nicht auf allen Rennstreckentypen konkurrenzfähig. Nicht nur, dass die Italiener ihr Saisonziel verpassen, Mercedes im Titelkampf zu schlagen – sie liegen jetzt auch hinter Red Bull Racing-Honda!»

«Ich habe mich gefreut, dass meine Freunde von McLaren den zweiten fünften Rang in Folge eingefahren haben, und ich finde, wir sollten auch Platz 7 von Kimi Räikkönen im Alfa Romeo-Sauber hervorheben. Besonders die Bilanz von Kimi gegen seinen Stallgefährten Antonio Giovinazzi (31:1 Punkte) macht klar, wieso Kimi für das Team so wichtig ist. Teamchef Fred Vasseur hatte schon das richtige Händchen, sich den «Iceman» zu holen.»

«Wie geht das alles nach der Sommerpause weiter? Ich erwarte für die Rennen in Belgien und Italien ein starkes Ferrari. Aber Red Bull Racing und Honda entwickeln ständig weiter, und so ist die Überlegenheit von Mercedes nicht mehr gegeben. Wir haben vier wirkliche fabelhafte Autorennen hinter uns, und ich behaupte: Wir erleben noch einige dieser Sorte bis zum WM-Finale von Abu Dhabi.»

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