Honda-Rennchef Masashi Yamamoto: «Das war extrem»

Von Agnes Carlier
Red Bull Racing und Honda feiern den Sieg in Deutschland, Zweiter von rechts: Honda-Rennchef Masashi Yamamoto

Red Bull Racing und Honda feiern den Sieg in Deutschland, Zweiter von rechts: Honda-Rennchef Masashi Yamamoto

​Honda gibt Gas: Max Verstappen gewinnt in Österreich und Deutschland, fast auch in Ungarn, Daniil Kvyat steht in Hockenheim auf dem Podest – Rennchef Masashi Yamamoto ist zufrieden.

Die vergangenen WM-Läufe haben gezeigt, dass es aufwärts geht bei Honda: Max Verstappen gewann mit seinem Red Bull Racing-Honda den Grossen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring, der Niederländer hatte auch im chaotischen Deutschland-GP die Nase vorn, und es brauchte in Ungarn schon einen Lewis Hamilton in Höchstform, um den dritten Saisonsieg von Max zu verhindern. Gleichzeitig fuhr der Russe Daniil Kvyat im Toro Rosso-Honda in Hockenheim als Dritter aufs Podest. All dies sehr zur Freude von Honda-Rennchef Masashi Yamamoto.

Der Japaner blickte am Hungaroring ein wenig in den Rückspiegel: «Der Sieg vo Max in Österreich war etwas ganz Besonderes, weil es sich um den ersten GP-Triumph nach unserer Rückkehr in die Formel 1 handelte, der erste seit Jenson Button 2006. Noch süsser wurde der Erfolg, weil er auf der Heimstrecke von Red Bull passierte.»

«Aber Hockenheim, das war extrem. Wir wussten: Wenn die Bahn nass sein würde, dann haben wir eine gute Chance, Mercedes herauszufordern. Der zweite Sieg mit Red Bull Racing hat uns sehr glücklich gemacht, aber die Krönung war dann, dass Toro Rosso ebenfalls einen Piloten aufs Siegerpodest bringen konnte. Also besser geht’s nicht. Allein schon das Gesicht von Teamchef Franz Tost zu sehen, das bedeutete mir viel. Und es war märchenhaft, dass Kvyat in der Nacht davor auch noch Vater geworden war. Was für eine Story!»

«Ich habe mich deshalb so mit Toro Rosso gefreut, weil wir im vergangenen Jahr gemeinsam gewachsen sind. Der Rennstall hat erst zum zweiten Mal seit dem Sieg von Sebastian Vettel in Monza 2008 überhaupt einen Podestplatz erreichen können, es macht uns stolz, was wir dazu beigetragen haben. Es zahlt sich aus, dass Toro Rosso im vergangenen Jahr bereit war, mit uns gewisse Experimente zu wagen, im Hinblick auf die Kooperation mit Red Bull Racing. Diese Arbeit macht sich nun bezahlt.»

«Viel Zeit zum Feiern hatte ich nicht. Ich flog zwischen den Rennen in Deutschland und Ungarn zurück nach Tokio – kein Kuchen, nur Sitzungen!»

Yamamoto zieht eine Zwischenbilanz zur Sommerpause: «Red Bull Racing ist ein fabelhaftes Team. Jetzt liegt es an uns, beim Motor weiter zuzulegen, um ihrem hohen Niveau zu entsprechen. Ich sehe in Sachen Antriebseinheiten Mercedes und Ferrari vorne, Renault und wir liegen ein wenig dahinter. Aber wir haben schöne Fortschritte erreicht. Bis Monaco haben wir uns schwergetan, seit Österreich jedoch geht es aufwärts. Wir haben den ersten Saisonteil mit starken Leistungen abgeschlossen. Das macht Mumm für die Rennen danach.»

«Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Honda und Red Bull intensivieren. Wir wissen, dass Strecken kommen, auf welchen wir siegfähig sein sollten. Die Fortschritte liegen im Rahmen dessen, was wir uns vorgestellt haben. Wir sehen uns im Plan und haben Grund zur Zufriedenheit.»

Nach der Sommerpause will Honda mit der letzten Ausbaustufe des 2019er Motors nachlegen. Die soll in Sachen roher Leistung auf gleichem Niveau wie Ferrari und Mercedes-Benz liegen.

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