Geht’s noch schlimmer? Sebastian Vettel droht Sperre

Von Andreas Reiners
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel umschiffte die Antwort zunächst. Allerdings kam auch auf Nachfrage nicht wirklich etwas Brauchbares vom viermaligen Weltmeister.

Denn er wusste zu dem Zeitpunkt der Frage nicht, dass er kurz vor einer Rennsperre steht. «Keine Ahnung. Ich war mir dessen nicht bewusst», erklärte der Ferrari-Star nach dem Monza-GP.

Nachvollziehbar. Nach so einem Rennen ist man mit anderen Dingen beschäftigt, vor allem mit der eigenen Enttäuschung. Denn Platz 13 während Teamkollege Charles Leclerc für Ferrari den umjubelten Heimsieg holt – gibt es einen tieferen Tiefschlag? Schließlich fiel er in der WM-Wertung auch noch hinter den Monegassen zurück.

Aber als Sahnehäubchen kommt sie hinzu: die Gefahr einer Sperre. Denn Vettel hatte sich bekanntlich in Runde sechs gedreht und bei der Rückkehr auf die Strecke fast Racing-Point-Fahrer Lance Stroll abgeräumt, der so gerade noch ausweichen konnte, sich dabei aber auch wegdrehte.

Dafür kassierte Vettel eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe sowie drei Strafpunkte für sein Strafenkonto. Die Stop-and-Go-Strafe war übrigens die letztmögliche vor einer Disqualifikation.

«Was für mich den Ausschlag gibt, sind zwei Dinge: Erstens, dass er so auf die Strecke zurückgefahren ist und zweitens, dass es eine Berührung mit einem anderen Auto gab. Stroll war in dieser Situation ein unschuldiges Opfer», erklärte FIA-Rennleiter Michael Masi die Strafe.

Vettels Problem: Er hat inzwischen neun Zähler angesammelt, bei zwölf Punkten innerhalb von zwölf Monaten folgt die erwähnte Sperre.

Im Fall von Vettel sind es noch drei Rennen, ehe die ersten Punkte verjährt sind.

Wie geht er generell die nächsten Rennen an? Mit dem Titel hat Ferrari trotz des Sieges in Monza nichts mehr zu tun, auch wenn natürlich rechnerisch noch nichts entschieden ist.

«Es werden noch Rennen kommen, in denen wir stärker sein werden als andere. Aber insgesamt wird es darum gehen, ein gutes Wochenende zu haben. Der Speed ist da, es geht also vor allem darum, die Dinge zusammenzubekommen. Wir müssen aber auch sicherstellen, dass wir das Auto in die richtige Richtung weiterentwickeln, damit wir am Ende der Saison noch konkurrenzfähiger sind», sagte Vettel.


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