Max Verstappen: «Da kannst du Scheidung einreichen»

Von Adam Cooper
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

​Red Bull Racing-Honda-Star Max Verstappen hat eine klare Meinung zu mehr WM-Läufen: «Da kannst du als Mechaniker gleich die Scheidung einreichen, ihre Belastung ist schon heute hoch.»

Die Formel-1-WM 2020 wird aus 22 Rennen bestehen, aus so vielen Grands Prix wie nie zuvor in gut 70 Jahren Königsklasse. Serien-CEO Chase Carey spricht sogar davon, mittelfristig das Programm auf 25 Rennen auszubauen. Begeisterungsstürme bleiben aus.

Red Bull Racing-Honda-Fahrer Max Verstappen hat dazu in Sotschi festgehalten: «Ich bin schon mit 22 Rennen nicht einverstanden. Wir sollten nicht mehr Grands Prix haben, sondern weniger. Wir sollten die Besten behalten. Ich kann verstehen, dass sie so viel Geld als möglich machen wollen, aber sie sollten auch an die Formel-1-Mechaniker denken, welche die ganze Show hier rocken.»

«Die ersten von ihnen kommen am Montag vor einem Rennen her, sie bauen die Boxen auf. Die Chefetage vieler Firmen kommt dann gemütlich am Samstag oder Sonntagmorgen, und einige von ihnen jetten noch während des Rennens wieder davon. Für sie ist ein noch umfangreicheres WM-Programm nun wirklich kein Problem. Sie könnten auf diese Weise 30 Rennen machen. Sie sind ja nur jeweils ein paar Tage weg.»

«Für die meisten Leute aber sind es fünf oder sechs Tage, und ich beklage mich nicht für uns Fahrer, ich beklage mich im Namen der meiner Jungs. Wenn wir noch mehr Rennen haben, da kannst du als Mechaniker gleich die Scheidung einreichen, ihre Belastung ist schon heute hoch.»

Verstappen erhält Rückendeckung von Racing-Point-Fahrer Sergio Pérez: «Wir Fahrer lieben die Rennen. Aber auch für uns ist das Programm etwas umfangreicher als nur die WM-Läufe – Simulator, Auftritte für Sponsoren, Training, das ist alles über der Grenze. Als ich anfing, hatten wir 19 Rennen, und ich fand das schon viel.»

«Am schlimmsten aber ist es für die Mechaniker. Ich mache mir Sorgen um sie. Wenn wir so viele zusätzliche Rennen haben, weiss ich nicht, wie sie ein halbwegs normales Familienleben aufrecht erhalten wollen. Und dann kommen die Rennställe früher an den Punkt, dass sie zwei verschiedene Mechaniker-Mannschaften haben müssen, die abwechselnd zu den Rennen reisen.»

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