Alain Prost über Ocon: «Test-Zusage war sehr wichtig»

Von Otto Zuber
Formel 1
Esteban Ocon absolviert sein letztes Wochenende als Mercedes-Reservist, ab Montag gehört er zu Renault

Esteban Ocon absolviert sein letztes Wochenende als Mercedes-Reservist, ab Montag gehört er zu Renault

Esteban Ocons Dasein als Renault-Werkspilot beginnt bereits einen Tag nach dem F1-Saisonfinale in Abu Dhabi. Dass der Franzose die Freigabe von Mercedes bekommen hat, war sehr wichtig, betont GP-Legende Alain Prost.

Bereits in Brasilien hatte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul keinen Zweifel daran gelassen, dass er Esteban Ocons Dienste am liebsten bereits bei den Abu-Dhabi-Testfahrten einsetzen würde, die am Dienstag und Mittwoch (3. und 4. Dezember 2019) nach dem GP-Wochenende auf dem Wüstenkurs stattfinden werden. Der Grund ist so einfach wie nachvollziehbar: Ocon soll sich möglichst schnell an an den Renault-Alltag gewöhnen.

Denn im nächsten Jahr bleibt den GP-Rennställen weniger Zeit, um ihre neuen Autos zu testen, bevor es zum Saisonstart nach Melbourne geht. Schliessllich wurde die Vorsaison-Testzeit in Barcelona von bisher acht auf insgesamt sechs Tage verkürzt. Umso wichtiger ist es, dass der bisherige Mercedes-Schützling keine Zeit verliert.

Anders als Red Bull Racing vor einem Jahr mit Daniel Ricciardo ging Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff auf den Wunsch des Parisers ein und vereinbarte mit ihm: Ab Montag, 2. Dezember, also einen Tag nach dem WM-Finale auf dem Yas Marina Circuit von Abu Dhabi, ist Ocon nicht mehr Junior-Fahrer unter dem guten Stern, sondern wieder mit der Renault-Raute unterwegs.

Ocon wird beide Pirelli-Testtage für das Renault-Werksteam bestreiten. Für den 50-fachen GP-Teilnehmer ist es ein Comeback mit dem Rennstall aus Enstone: Er gab vor fünf Jahren auf der gleichen Rennstrecke sein Formel-1-Debüt mit Renault, damals mit einem Lotus E22-Renault, den er im ersten freien Training zum Abu-Dhabi-GP bewegte und in der Woche darauf auch beim Test steuerte.

Die Freigabe von Mercedes sei ein wichtiger Teil der Vereinbarung zwischen Renault und Mercedes gewesen, betonte GP-Legende Alain Prost im Gespräch mit den Kollegen von Auto Hebdo. «Es sieht wie eine Kleinigkeit aus, aber es war sehr wichtig», sagte der vierfache Formel-1-Weltmeister, der mittlerweile als Berater des Renault-Werksteams tätig ist.

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