Nico Rosberg: «Wenn Hamilton meine Nummer hätte…»

Von Andreas Reiners
Nico Rosberg mit Molly Taylor und Johan Kristoffersson

Nico Rosberg mit Molly Taylor und Johan Kristoffersson

Nico Rosberg hat Geschichte geschrieben: Er hat mit seinem Team das erste Event der neuen Elektro-Rennserie Extreme E gewonnen. Und dabei seinen langjährigen Rivalen distanziert.

Nico Rosbergs Handy glühte. Und das nach langer Zeit mal wieder. Denn das letzte Mal, dass er so viele SMS beziehungsweise Nachrichten per Smartphone erhielt, wurde er Formel-1-Weltmeister. Das war bekanntlich Ende 2016.

Der aktuelle Grund für die Euphorie, die das Handy zum Dauervibrieren brachte: Rosberg schrieb mal wieder Motorsport-Geschichte, diesmal als Teambesitzer. Er hat mit seinem Team Rosberg Xtreme Racing das Auftaktevent der neuen Elektro-Rennserie Extreme E in Saudi-Arabien gewonnen.

Für ihn war es vor Ort ein intensives Wochenende mit seinen Fahrern Johan Kristoffersson und Molly Talor. Er hat beide unterstützt, wie auch seine Mannschaft. „Natürlich ohne dem Team oder den Fahrern auf den Sack zu gehen“, scherzte er bei Sport1.

Ihm bedeute der Triumph «viel», sagte er. «Es ist immer besser zu gewinnen, als Zweiter zu sein. Und nach wie vor habe ich ja das Wettkampf-Gen in mir. Und hier gibt es genügend bekannte Namen als Gegner. Die wollte ich natürlich schlagen.»

Was Rosberg geschmeckt hat: Er verwies das Andretti United Extreme E Team auf den zweiten Platz, Dritter wurde die Mannschaft seines langjährigen Rivalen Lewis Hamilton mit Rallye-Legende Sébastien Loeb und Cristina Gutiérrez.

Hamilton hat übrigens nicht gratuliert, verriet Rosberg: «Aber würde er wahrscheinlich, wenn er meine Nummer hätte… Trotzdem: Wie cool ist es, dass wir jetzt hier auch als Teamchefs wieder gegeneinander antreten und auch noch Erster und Zweiter in der Meisterschaft sind. Lustig, dass sich das Duell jetzt hier fortsetzt.»

Rosbergs Team liegt nach dem ersten von fünf Events mit 35 Punkten in Führung vor Hamiltons Team X44 mit 30 Zählern.

«Wir haben hier so ein bisschen Formel-1-Level reingebracht, wenn es darum geht, technisch perfekt vorbereitet zu sein und den ganzen Kinderkrankheiten aus dem Weg zu gehen», lobte Rosberg die Mannschaftsleistung.

«Natürlich war bei der Konkurrenz teilweise auch Pech dabei, aber viel kann man mit perfekter Vorbereitung überwinden. Die Basis ist ja unser DTM-Team, dazu kommt der ehemalige Ingenieur von Sébastien Ogier (achtmaliger Rallye-Weltmeister; d. Red.) aus der Rallye-WM. Die Zusammenarbeit ist sensationell und das Level ist extrem hoch», so der Deutsche weiter.

Insgesamt zieht Rosberg ein positives Fazit. Zur Erinnerung: Die neue Rennserie, die mit elektrischen und 550 PS starken SUVs ausgetragen wird, setzt sich drei große Ziele beziehungsweise Aufgaben: Elektrifizierung, Umwelt und Gleichstellung. Fünf Events sind 2021 an Orten der Erde geplant, wo die Folgen des Klimawandels besonders sichtbar sind. Dazu soll es Kooperationen mit lokalen Projekten geben, um langfristige Veränderungen voranzutreiben.

«Der Auftakt ist komplett gelungen. Wir dürfen nicht vergessen: Es ist ein Start-up. So eine Serie hat es nie zuvor gegeben. Wir gehen hier neue Wege und erweitern die Grenzen. Aber – wie in der Formel E – müssen wir nun Veränderungen vornehmen, um die Serie zu optimieren», sagte Rosberg.


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