Circuit of the Americas (COTA): Wellen abgeschliffen

Von Adam Cooper
Austin 2019: Sebastian Vettel in Schwierigkeiten

Austin 2019: Sebastian Vettel in Schwierigkeiten

Viele Fahrer haben sich 2019 in Texas über die immer übleren Buckel auf dem Circuit of the Americas geärgert. COTA-Chef Bobby Epstein erklärt, was das Problem ist und wie die Amerikaner das anpacken.

Die Formel 1 ist letztmals vor zwei Jahren auf dem Circuit of the Americas ausserhalb von Austin angetreten, 2020 konnte wegen der Corona-Pandemie nicht in den USA gefahren werden. 2019 hat sich Weltmeister Lewis Hamilton über die waschbrettartige Pistenoberfläche beschwert: «Nach dem ersten Training hatte ich heftige Kopfschmerzen. Ich habe schon ein paar Mal gesagt – Wellen geben einer Piste einen gewissen Charakter. Ich bin kein Fan ganz glatter Strecken. Aber das hier ist ein wenig zu viel. Mit diesen Wagen haben wir so gut wie keine Federwege. Dein Hintern sitzt auf dem Boden. Die Wirbelsäule nimmt die ganzen Schläge auf. Ich musste mich nach dem ersten Training hinlegen, weil mir unwohl war.»

Sebastian Vettel meinte: «Es ist schon ziemlich übel, aber da müssen wir durch. Einige Wellen hier sind keine Buckel, das sind schon eher Sprungschanzen!» Im Rennen schied der damalige Ferrari-Fahrer wegen Aufhängungsschadens aus und war davon überzeugt, dass die unebene Oberfläche zum Defekt beigetragen hatte.

Aber was ist mit dieser Strecke eigentlich passiert? COTA-Chef Bobby Epstein: «Das grundsätzliche Problem besteht in den schweren Regenfällen von 2015 und in beschädigten Abwasserrohren. Die schweren Niederschläge damals haben teilweise Boden weggewaschen. Das meiste Wasser lief durch die Drainage, aber das System war überfordert, ein Teil des Wassers floss entlang der Rohre, aber ausserhalb, die Erde wurde weggewaschen, daher ist an jenen Stellen der Boden mehr und mehr abgesackt. Wir wussten, dass wir dies anpacken müssen, aber wir hätten nicht damit gerechnet, dass es so schlimm sein würde.»

Anfang Oktober 2021 trat die MotoGP in Austin an, und Yamaha-Pilot Fabio Quartararo schimpfte: «Das ist wie eine Piste, auf der ich zuletzt Motocross trainiert habe. Es ist wirklich übel. Wir haben vor zwei Jahren schon schlimme Vorahnungen gehabt, aber es ist jetzt noch schlimmer. Das ist keine MotoGP-Piste für mich. Die Piste ist einfach nicht sicher. Sie müssen alles neu asphaltieren.»

Im Hinblick auf die Rückkehr der Formel 1 sagt Formel-1-Rennleiter Michael Masi: «Ich stand während des MotoGP-Wochenendes in telefonischem Kontakt mit meinen Motorradkollegen. Seit die Formel 1 im Jahre 2019 letztmals auf dem COTA war, wurden Teile der Bahn frisch asphaltiert. Jene Stellen, die nun von den Motorradrennfahrern moniert werden, entsprechen nicht jenen Bereichen, die einen neuen Belag erhielten. Uns ist zugesichert worden, dass einige der kritischen Stellen abgeschliffen werden. Dazu ist noch genügend Zeit.»

Grosser Preis der Türkei

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:30:50,347h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +14,584 sec
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +33,471
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +37.814
05. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +41,812
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +44,292
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +47,213
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +51,526
09. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:22,018 min
10. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
13. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
14. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
15. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
16. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
18. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden

WM-Stand nach 16 von 22 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 262,5 Punkte
2. Hamilton 256,5 Punkte
3. Bottas 177
4. Norris 145
5. Pérez 135
6. Sainz 116,5
7. Leclerc 116
8. Ricciardo 95
9. Gasly 74
10. Alonso 58
11. Ocon 46
12. Vettel 35
13. Stroll 26
14. Tsunoda 18
15. Russell 16
16. Latifi 7
17. Räikkönen 6
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 433,5
2. Red Bull Racing 397,5
3. McLaren 240
4. Ferrari 232,5
5. Alpine 104
6. AlphaTauri 92
7. Aston Martin 61
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 7
10. Haas 0

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