Yamaha-Verpflichtung Tim Gajser: Abstimmungsarbeit und viele Kilometer
Sloweniens Motocross-MXGP-Held Tim Gajser feilt im Moment intensiv an der Abstimmung seiner 450er-Werks-Yamaha. Sein Freund Jaka Peklaj diente beim Training in Kroatien als Richtwert.
Nach seinem spektakulären Markenwechsel von Honda zu Yamaha sitzt Tim Gajser (29) wegen vertraglicher Klauseln erst seit dem Jahreswechsel auf seiner neuen 450er-YZF. Der fünffache Motocross-Weltmeister aus Slowenien hat nun ein gut durchgetaktetes Programm bis zum ersten Vorbereitungsrennen am 1. Februar in Alghero auf Sardinien. Der WM-Saisonstart in Argentinien erfolgt dann am 8. März.
Bei den ersten Tests im tiefen Sand von Siniscola auf Sardinien hat Gajser mit seinem italienischen Crew-Chief Massimo Castelli viel am Gabel- und Dämpfer-Setup getüftelt. Auch wenn Tim die Kayaba-Elemente bereits aus seinem letzten Jahr bei Honda kennt, verhält sich die Werks-Yamaha auf Grund des Chassis’ doch etwas anders.
Zwischendurch fuhr Gajser mit seinem Trainingsmechaniker und einem der Trainingsbikes ohne offizielle Logos auch nahe seiner Heimat. Schauplatz für die erste Session auf klassischem Erdboden war die Anlage des MX Park Santarjia. Diese Strecke befindet sich in Pazin in Kroatien – im Hinterland des Adria-Ferienorts Rovinj und etwa 300 Kilometer von seiner Heimatregion Marburg entfernt.
Der Rundkurs von Santarija verfügt über ein ähnliches Gelände und Layout wie Gajsers private Piste «TIGA 243 Land» in Lemberg, die im Moment jedoch mit Schnee bedeckt ist. Gajser war in Santarija nicht allein unterwegs und hatte seinen MXoN-Kollegen und Freund Jaka Peklaj im Schlepptau. Er zeigte trotz des schwierigen Geläufs seine berühmten Scrubs und drehte den Yamaha-Motor auf den Geraden bis in den Grenzbereich.
Derzeit betreibt die einstige Honda-Speerspitze ein geschicktes Versteckspiel, meidet Trainings-Hotspots und lässt sich von den Gegnern nicht in die Karten schauen. Derzeit ist Gajser wieder auf Sardinien: Diesmal werden bei besten Verhältnissen und Sonnenschein auf der Strecke von Villacidro im Süden der Insel Kilometer abgespult; auch Start-Simulationen stehen an.
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