Melbourne: Was sie so sagten

Von Guido Quirmbach
Formel 1
Heidfeld: «Plötzlich machte es Bumm»

Heidfeld: «Plötzlich machte es Bumm»

Ein Querschnitt aus den offiziellen Aussagen von Teams und Fahrern.

Der siegreiche Teamchef Ross Brawn: « Es war ein großartiges Rennen, besonders für uns, aber die Konkurrenz ist sehr stark. Red Bull und die BMWs sehen doch nicht schlecht aus.Wir haben ein gutes Fahrzeug, ein starkes Team und mit dem Sieg im Rücken werden wir sehr selbstbewusst auftreten in Zukunft. Wir werden weiterarbeiten und dann werden wir sehen– vielleicht noch mal ein Märchen?!»

Mercedes Motorsport-Chef Norbert Haug: «Wir sind als 18. losgefahren, als Vierter nach Hause gekommen. Heikki war schuldlos in einem Crash verwickelt, sonst wäre für ihn sicherlich auch etwas drin gewesen. Am Schluss wird zusammengerechnet»

Timo Glock, nach der Strafe seines Teamkollegen Vierter: «Im Rennen war das Problem, dass ich eine Kers-Allergie hatte, weil ich die ganze Zeit hinter irgendwelchen Kers-Autos hinterhergefahren bin und ich dann einfach keine Chance hatte. Speziell Fernando Alonso im Renault: Die machen so viel Verwirbelungen, dass ich viel Mühe hatte, das Auto auf der Streck zu halten. Dann bin ich mal hinter einem Ferrari hergefahren, da war es sehr viel angenehmer zu fahren. Also heute habe ich viel Spaß gehabt!»

Alonso selbst ist nicht unglücklich nach seinem fünften Rang in Melbourne: «Rang sechs (später nach Trullis Strafe Rang fünf) ist nicht das beste Ergebnis, aber nachdem ich in der ersten Kurve durch den Kies musste und nach hinten zurückgefallen war, müssen wir zufrieden sein.
Etwas enttäuscht war der Ex-Weltmeister von KERS: «Ich habe keinen grossen Unterschied gespürt, an den Reifen müssen wir auch noch arbeiten.»
Teamkollege Piquet lag zum Zeitpunkt des Re-Starts auf Rang sechs, flog aber dann bei der grünen Flagge Ende Start/Ziel von der Strecke: «Bis dahin hatte ich ein sehr gutes Auto, aber dann gingen während der Safety-Car-Phase Bremsprobleme los. Als ich im Duell mit Rosberg die Bremse antippte, war sie weg.»

Red Bull-Pilot Mark Webber, der in die Startkollision verwickelt war und am Ende sein Heimrennen auf Rang 13 beendete: «Mein Start war nicht schlecht, aber dann traf mich in der ersten Kurve Barrichello sehr hart, wirklich sehr hart. Wir hatten einige Beschädigungen und viel Downforce verloren. Sehr enttäuschend. Aber wir kommen wieder, ich freue mich, dass Malaysia bereits in einer Woche ist.»

Sebastian Vettel, bis drei Runden vor Ende auf Rang zwei, dann die Kollision mit Robert Kubica: «Er war schneller, ich hatte keinen Grip mehr. Vielleicht hätte ich ziehen lassen sollen, aber so kurz vor Ende will man kämpfen. Er war aussen und ich innen, da war noch weniger Grip und ich hatte keine Chance mehr, die Kollision zu vermeiden. Tut mir sehr leid für das Team und auch für Robert»

Unfallgegner Kubica: «Ich hatte eine Chance zu gewinnen, denn am Ende war ich mit den harten Reifen deutlich schneller als Sebastian und Jenson. Ich denke, Sebastian war etwas zu optimistisch, wenn dies in der letzten Runde passiert, dann ok, aber so hätte ich ihn sicher drei Kurven später überholt.»

Nick Heidfeld, Opfer der Startkollision und am Ende Zehnter: «Ich habe mich beim Anbremsen der ersten Kurve sehr sicher gefühlt, weder rechts noch links war ein Auto neben mir. Dann beim Einlenken bekam ich einen Schlag. Dann habe ich mir eine neue Nase und neue Reifen geholt, aber die Schäden waren grösser und das Auto anschliessend kaum noch zu fahren.»

Adrian Sutil (Rang 9): «Mein Start war gut, aber dann hatte ich bei dem Unfall mit Webber in der ersten Kurve keinen Platz mehr. Ich brauchte eine neue Nase, danach lief es aber sehr gut. »

Giancarlo Fisichella hatte einen Aussetzer, als er an seiner Box vorbeifuhr und zurückgeschoben werden musste: «Ich bin sehr enttäuscht über meinen Fehler. Im letzten Jahr hatten wir immer die letzte Box und ich war gedanklich auf dem Weg da hin und bin einfach an unserer Crew vorbeigeschossen. Sehr traurig, denn es war ein besseres Resultat machbar.»

Sébastien Bourdais: «In der Safety Car-Phase haben wir vollgetankt, mein letzter Stint ging über 36 Runden. Mit dem vielen Gewicht kam ich mir vor wie in einem Caravan. Dazu hat sich mein Sicherheitsgurt gelockert, ich musste eine vernünftige Sitzposition finden. Nächste Woche sollten wir stärker sein.»

Sébastien Buemi, der in seinem ersten Grand Prix zwei Punkte einfuhr: «Erstes Rennen, erste Punkte, ich bin sehr glücklich. Einmal war ich neben Massa, doch dann hat er KERS aktiviert, da konnte man richtig den Vorteil des Systems erkennen.»

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