McLaren stark im Trend

Kolumne von Peter Hesseler
Formel 1
Button Kopf an Kopf mit Sebastian Vettel

Button Kopf an Kopf mit Sebastian Vettel

Blick auf die letzten fünf Rennen legt Überraschungen offen – Red Bull Racing ist vom Tempo her nicht mehr dominant.

Ein Blick in die WM-Wertung kann erhellend wirken. Besonders jetzt, vier Rennen vor Ende der Saison, zeichnen sich interessante Trends ab.

Mit 108 Punkten holte Sebastian Vettel (Red Bull Racing) aus den letzten fünf Rennen (drei Siege) die meisten Zähler. Aber Dominanz kann man nicht daraus ableiten: Jenson Button (McLaren-Mercedes) fuhr im selben Zeitraum 101 Zähler ein.

Im Teamvergleich führt Red Bull Racing – ebenfalls die letzten fünf GP betrachtet – mit 163:145 gegenüber McLaren-Mercedes. Legt man Lewis Hamiltons unterirdische Form der letzten Wochen zugrunde und unterstellt, dass Webber in Normalmass Punkte zum Red-Bull-Racing-Konto beisteuerte, kommt man zu dem Schluss, dass die beiden McLaren-Fahrer vom Tempo her über die letzten fünf GP leichte Vorteile gegenüber dem Vettel-Teams hatten, ohne entsprechend davon zu profitieren.

McLaren-Mercedes könnte dem Konstrukteurstitel also noch nachweinen.

Dass Button auf einem Kurs wie Suzuka mit vielen schnellen Kurven gewann, könnte signalisieren: Der aerodynamische Vorteil des Red-Bull-Racing-Renault ist aufgebraucht. Selbst mit optimaler Strategie hätte Vettel das Rennen «in seinem Wohnzimmer» vermutlich nur knapp gewonnen.

Umgekehrt kann Red Bull Racing ein Auswärtsspiel auf Endlos-Geraden wie in Monza plötzlich für sich entscheiden.

Die Teams haben offenbar solange an ihren Schwächen (hier fehlender Abtrieb, dort zu viel Luftwiderstand) gearbeitet, bis sie ihre Stärken wurden.

Der Wettbewerb zeigt auch: Ein minimal falsch getimter Tankstopp, ein um eine Nuance verfehlter Luftdruck, ein um einen Zahn falsch bemessenes Ritzel im Getriebe kann den Unterschied machen.

Der Fahrertitel mag entschieden sein: Aber das Rennen an der Spitze ist spannender denn je – besonders über die letzten fünf Rennen betrachtet. Denn die Regeln werden weitgehend stabil bleiben, die Fahrzeuge also in etwa in die gleiche Richtung weiter entwickelt wie bisher. Und die oben angedeuteten Trends verraten uns jetzt, wie es 2012 laufen könnte.

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