Trulli hilft Erdbebenregion

Von Peter Hesseler
Formel 1
Trulli will Gutes für die Abruzzen tun

Trulli will Gutes für die Abruzzen tun

Der italienische Routinier möchte bei allen Rennen 2009 für die geschädigten Abruzzen-Bewohner Geld und Spenden auftreiben und notfalls Klinken putzen.

Der Italiener [*Person Jarno Trulli*] wartete in Shanghai einen Tag vor Trainingsbeginn mit einem flammenden Appell auf. Der Toyota-Pilot aus Pescara, der sich als „Abruzzo“ bezeichnet , möchte den vom Erdbeben am 6. April in den Abruzzen betroffenen Menschen helfen.

Routinier Trulli, der in der Schweiz wohnt, sagte: «Wir haben wohl alle gesehen, was dort passiert ist. Und als Teil dieser Region möchte ich etwas Spezielles tun. Ich brauchte einige Tage um zu verstehen, was dort wirklich passierte. Es ist eine dramatische Lage dort. Fast 300 Menschen sind gestorben, was noch nicht mal viel ist gemessen an den Verwüstungen des Erdbebens. Wir haben keine Stadt und keine Dörfer mehr, alles ist weg, alles weggeblasen.

Mehr als 100000 Menschen haben gar nichts mehr, keine Häuser, keine Jobs, keine Familie. Es muss wirklich hart sein.
Ich bin nicht zurück gefahren, wegen der Arbeit, der Rennen, der Reisen. Aber ich werde nach diesen Übersee-Rennen sofort dorthin fahren.»

Trulli war damit noch lange nicht fertig. Er möchte auf die Katastrophe aufmerksam machen, Geld und Spenden sammeln. Dafür hat er sogar einen Sponsorensticker von seinem Overall entfernt, um Raum für Interessenten zu bieten.

Trulli weiter: «Ich habe versucht zu verstehen, was passiert ist. Und da ich aus den Abruzzen komme und dies eine italienische Angelegenheit ist, aber jeder Mansch auf der Welt davon weiss, und da ich weltweit arbeite, möchte ich jedermann zeigen oder darauf aufmerksam machen, was passiert ist. Es gibt keinen grossen Unterschied zwischen dem Erdbeben in den Abruzzen und dem Tsunami.» (Hier meinte er die Flutwelle von 2004, die rund 250000 Menschen leben kostete).

Trulli will bis Saisonende Gelder, Spenden und gaben generieren und dann sehen, wie viel es ist und versuchen, dorthin zu gehen und Schulen wieder aufzubauen. «Eigentlich muss alles wieder aufgebaut werden», sagte er. «Einmal in meinem Leben werde ich alles tun und wahrscheinlich an jeder Tür klopfen um Geld aufzutreiben.»

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