Franz Tost: «Stallorder verbieten ist sinnlos!»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Franz Tost: «Der Schnellere soll und darf überholen»

Franz Tost: «Der Schnellere soll und darf überholen»

Im Gespräch mit dem Toro-Rosso-Teamchef. Mit welchen Neuheiten in China und Bahrain Punkte her sollen.

Das Thema Stallorder bleibt heiss. Bei Mercedes wurde sie in Malaysia befolgt, bei Red Bull Racing nicht. Das sorgt noch heute für heisse Köpfe.

Wir wollten von Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost wissen, wie er zum Thema steht und den ersten Saisonteil seiner Truppe einschätzt.

Franz, wie haben Buemi/Alguersuari und dann Ricciardo/Vergne auf ähnliche Anweisungen reagiert?

Generell bin ich kein besonderer Freund von Stallorder, weil wir Zweikämpfe und Überholmanöver sehen wollen. Deshalb werden solche Einflüsse bei Toro Rosso auf ein absolutes Minimum beschränkt. Es gab bis jetzt keine Diskrepanzen dieses Thema betreffend.

Wie würdest du als Teamchef auf mangelnde Disziplin reagieren?

Disziplin ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg. Die Umstände bestimmen eventuelle Massnahmen bei Undiszipliniertheit.

Nach Malaysia kam allenthalben die Forderung auf, Stallorder müsse wieder verboten werden. Was spräche deiner Meinung nach für und was gegen ein solches Verbot?

Stallorder hat es schon immer in irgendeiner Art und Weise gegeben, deshalb ist es sinnlos, sie zu verbieten.

Welche Richtlinie gilt bei Toro Rosso? Soll und darf der schnellere Mann immer vorstossen?

Ja.

Sprechen wir noch von etwas Anderem. Ist Toro Rosso in Australien und Malaysia hinter den Erwartungen geblieben?

Ja, bei beiden Grands Prix wurden Fehler gemacht, die uns wertvolle Punkte gekostet haben. Deshalb blieben wir ganz klar hinter den Erwartungen.

Einige Teams haben lautstark gegen die 2013er Reifen von Pirelli gewettert. Ist diese Kritik berechtigt oder wird hier nur Politik gemacht?

Die Reifen sind sicher nicht einfach zu verstehen. Schuld sind aber die Teams, weil Testfahrten in Europa im Februar aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse und niedrigen Temperaturen sinnlos sind. Erst in Melbourne wurde die neuen Reifen bei Temperaturen um die 20 Grad gefahren. Klar fehlten den Teams dadurch Erfahrungswerte.

Mit welchen Neuerungen geht es nach China und Bahrain?

Mit einer verstärkten Auspuffanlage, einem neuen unterern Heckflügel sowie mit einigen Änderungen am Fahrwerk.

Was müsste in Shanghai und in der Wüste von Sakhir passieren, damit du als Zwischenbilanz nach den ersten vier Rennen sagen würdest: Wir sind auf Kurs.

Wenn wir bei beiden Rennen in die Punkte fahren.

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