Wieso Lewis Hamilton (Mercedes) machtlos war

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton: Die Festung Kimi war nicht zu knacken

Lewis Hamilton: Die Festung Kimi war nicht zu knacken

Zum zweiten Mal hintereinander Dritter – der Engländer lässt Mercedes vom Titel träumen.
Fünfter in Australien, Dritter in Malaysia, nun hier in China Dritter: der Saisonbeginn ist ganz nach dem Geschmack des Silberpfeil-Schützen Lewis Hamilton.

«Zum Schluss waren die Reifen so hinüber, dass ich froh sein darf, vor Sebastian Vettel ins Ziel gekommen zu sein», sagt der Engländer. «Wenn du von Pole-Position in ein Rennen gehst, dann willst du natürlich gewinnen. Aber man muss auch so ehrlich sein und festhalten – dazu waren Fernando und Kimi einfach zu stark.»

Mercedes-Rennleiter Toto Wolff: «Klar hatte die Pole die Erwartungshaltung erhöht. Aber wir wussten auch, dass der Reifen-Haushalt kritisch sein würde. Im Qualifying kamen wir mit den Verhältnissen besser zurecht.»

Teamchef Ross Brawn: «Die Balance war nicht mehr so ideal wie im Abschlusstraining. Wir sagen dann jeweils im Rennjargon – die Strecke hat sich von uns entfernt. Was ich damit meine: Mit zunehmendem Gummi auf der Bahn oder aufgrund von Veränderungen der Temperatur verändert sich eine Rennstrecke so, dass der eine Wagen schneller und der andere eben langsamer wird.»

Zurück zu Lewis – wäre die Festung Kimi wirklich nicht zu stürmen gewesen?

«Nein», lacht Hamilton auf die Frage. «Ich konnte ihn unter Druck setzen, aber ein ernst zu nehmener Angriff entwickelte sich daraus nicht.»

Hamilton beklagte sich im Rennen via Funk über «zu viel Untersteuern». Gemäss Ross Brawn könnte das teilweise an jenen Gummi-Schnipselchen liegen, die sich später im Frontflügel auffanden ...

Lewis: «Das würde einiges erklären. Das Meiste davon stammte wohl von meinen eigenen Walzen, denn zum Schluss waren sie wirklich am Ende!»

«Aber generell würde ich nicht sagen: Wir haben ein Problem mit den Walzen. Ich fand unser Reifen-Management heute sehr gut. Wir hatten einfach nicht genügend Speed im Wagen, das ist etwas anderes.»

Wie geht die Saison weiter?

«Es ist im Grunde ganz einfach», sagt der Formel-1-Champion von 2008: «Jedes Team wird im Laufe der Saison Fortschritte machen. Unsere Aufgabe muss darin liegen, mehr Fortschritte zu erreichen als unsere Gegner. Im Training stimmt unsere Schlagzahl, im Rennen noch nicht.»

Hamilton liegt in der WM-Zwischenwertung nur zwölf Punkte hinter Leader Vettel.

Der Traum vom ersten Sieg, von weiteren Siegen, vielleicht gar von einem Blick auf den WM-Titel ist real – Hamilton lässt den Stern glänzen.

Aber Lewis sagt: «Ich denke nicht an den WM-Titel. Ich denke ans nächste Rennen.»

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