Ferrari: Kostet falsche Reifenstrategie den Titel?

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Fernando Alonso: «Unser Hauptziel lautet an jedem Wochenende gleich: Wir wollen die Lücke zu Meisterschaftsleader Sebastian Vettel schliessen»

Fernando Alonso: «Unser Hauptziel lautet an jedem Wochenende gleich: Wir wollen die Lücke zu Meisterschaftsleader Sebastian Vettel schliessen»

Ferrari-Star Fernando Alonso erlebte auf dem Nürburgring eine böse Überraschung. Hinterher sprach der zweifache Weltmeister Klartext.

Als Ferrari Fernando Alonso auf der härteren Medium-Mischung ins letzte Qualifying-Segment schickte, fragte sich das ganze Nürburgring-Fahrerlager: War das jetzt ein besonders cleverer Schachzug von Ferrari oder eine riesengrosse Dummheit? Nach dem Deutschland-GP musste das Team aus Maranello einsehen, dass der vermeintliche Geniestreich nicht aufging.

«Es war eine Überraschung, dass die weiche Reifenmischung der anderen Teams so lange hielt», erklärte Fernando Alonso kleinlaut. Der Asturier gestand: «Wir dachten, die Reifen würden nach fünf, sechs Runden einbrechen, sodass wir an allen vorbeiziehen könnten. Leider hielten die Reifen aber sehr lange, selbst Romain Grosjean, der erst in Runde 13 wechselte, konnte am Ende noch ganz passable Rundenzeiten fahren.»

Aus der vermeintlichen Überholorgie wurde nichts, und Alonso musste sich am Ende mit dem vierten Platz begnügen. «Unser Hauptziel lautet an jedem Rennwochenende: Wir wollen vor Sebastian landen. Das ist uns hier nicht gelungen, deshalb können wir auch nicht zufrieden sein», klagte er, und rechnete vor: «In Silverstone haben wir 15 Punkte wettgemacht, hier verlieren wir wieder 13. Das darf nicht passieren. In Ungarn müssen wir die Lücke zur Spitze unbedingt schliessen!»

Alonso hat allen Grund, sich Sorgen zu machen, schliesslich beträgt sein Rückstand auf Tabellen-Leader Vettel satte 34 WM-Zähler. «Wir wollen den Titel holen. Das heisst, wir müssen vor Sebastian landen», gibt der Spanier die Marschrichtung vor. «Heute war unser Tempo gut, aber eben nicht gut genug.»

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