Auf der Überholspur: Nico Rosberg jagt Lewis Hamilton

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Zwischenbilanz, Teil 2: Während die Formel-1-Protagonisten nach zehn Grands Prix ihre wohlverdiente Pause geniessen, werfen wir einen Blick auf die Saisonstatistik.

Zehn Mal haben sich die Formel-1-Stars in diesem Jahr schon zum GP-Start aufgereiht – neun Rennen stehen den Helden der Rennstrecken noch bevor. Die Sommerpause bietet eine willkommene Gelegenheit, die Leistung der einzelnen Piloten noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

Mit Blick auf den teaminternen Vergleich lässt sich das Feld in drei Gruppen aufteilen: Eine Spitzengruppe, in der jene Fahrerpaarungen zusammengefasst werden, in der ein Pilot klar dominiert. In der zweiten Gruppe liegt auch ein Pilot vorne, der jedoch von seinem Nebenmann stärker herausgefordert wird. In der dritten Gruppe sind schliesslich jene Teams zusammengefasst, in denen ein enger teaminterner Zweikampf ausgefochten wird. Im ersten Teil haben wir uns der Spitzengruppe gewidmet, nun wollen wir einen Blick auf die zweite Gruppe werfen.

Grenzfall Caterham

Ein Grenzfall ist das Caterham-Duo Charles Pic und Giedo van der Garde. Denn Pic kam in sechs von sieben Rennen, in denen es beide Caterham-Renner ins Ziel schafften, vor seinem niederländischen Teamkollegen ins Ziel. Auch im Qualifying-Duell führt der 23-Jährige aus Montélimar klar: Sieben Mal war er im Stechen um die Startaufstellung der schnellere Mann.

Doch Pic hat auch drei Mal so viele Formel-1-Rennen bestritten wie Rookie Van der Garde. Zudem zeigt die Formkurve des 28-Jährigen nach oben: Im jüngsten GP auf dem Hungaroring schaffte er es, auf den Medium-Reifen 26 Runden zu drehen und dabei den Abstand auf seinen Teamkollegen auch noch zu vergrössern. Am Ende kreuzte er die Ziellinie mit 6,375 Sekunden Vorsprung.

Rosberg und die Tücken der Technik

Ein klareres Bild zeichnet sich bei Mercedes ab. Im Silberpfeil-Zweikampf hat Lewis Hamilton die Nase sowohl in der WM-Wertung und bei den Zielankünften als auch im Qualifying-Duell vorn. Doch Nico Rosberg wurde in drei Rennen von den Tücken der Technik ausgebremst. Ausserdem durfte der 28-Jährige aus Wiesbaden schon zwei Siege feiern. Der Weltmeister von 2008 stand in diesem Jahr hingegen erst ein Mal – im Ungarn-GP – auf dem höchsten Podest-Treppchen.

Der engste Kampf in dieser Gruppe wird im McLaren-Team ausgefochten. Der Traditionsrennstall aus Woking hat mit Jenson Button einen klaren Leader im Team. Der Weltmeister von 2009 hat derzeit mit 39 Punkten mehr als doppelt so viele Zähler auf seinem WM-Konto wie Sergio Pérez (18 Punkte). Hinzu kommt, dass er in sieben von zehn Rennen und sechs von zehn Qualifyings die Nase vorn hatte. Doch der mexikanische Neuzugang setzt dem 33-jährigen Briten auf der Strecke zu und sorgt mit seinen frechen Angriffen für Entzücken auf den Zuschauerrängen und Entsetzen bei der Konkurrenz.

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Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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