Sebastian Vettel zum Finale: Gruss an Österreich

Von Mathias Brunner
Formel 1
Formel-1-Champion Sebastian Vettel zeigt zum WM-Finale in Brasilien, was die Fans 2014 erwartet – das Red-Bull-Heimrennen in Spielberg (Österreich).

Ein Blick zurück ist ein Blick voraus – der 16. und letzte Helm der Saison 2013 für Sebastian Vettel, der in São Paulo zum Einsatz kommt, zeigt auf dem ganzen Helm die Vielfalt um das Projekt Spielberg, mit dem «Red Bull Ring» in Form einer Comic-Landschaft. Auf dieser Traditionsrennstrecke in der Steiermark wird am 22. Juni 2014, nach elf Jahren Formel-1-Pause, die Rückkehr des Grossen Preises von Österreich gefeiert und damit auch das erste Heimrennen für Red Bull. Wie üblich ist das jüngste Werk in enger Zusammenarbeit mit dem Helmdesigner Jens Munser entstanden (www.jmd.de).

Die anderen Designs 2013 im Überblick

Wie ein wilder Stier
Der Helm fürs Rennen in Texas zeigte im oberen Teil einen schnaufenden, wild entschlossenen Bullen, der eben sein Holzgatter durchbrochen hat. Der gesamte Helm wurde mit echtem Blattmetall überzogen und glänzte mit geprägten Verzierungen im klassischen Western-Stil, während die Red-Bull-Logos an alte, rostige Blech-Werbeschilder erinnerten.

Ein echter Goldjunge
Der vierte WM-Titel in Folge war für das Team von Helmdesigner Jens Munser Anlass, für den Helm von Abu Dhabi tief in die Trickkiste der Veredelungskunst zu greifen. Die goldenen Flächen auf Sebastians 14. Helm der Saison 2013 wurde nicht mit Lack aufgetragen, sondern bestehen aus 24-Karat-Blattgold, welches noch vor kurzer Zeit in den Tiefen des südafrikanischen Gesteins gelegen hatte! Genau so, wie es gefördert wurde, ist es nur geschlagen und dann – komplett ohne chemische Behandlung – auf die Karbon-Schale des Helmes aufgetragen worden. Der Helm ist zusätzlich mit vier Sternen und auf der Oberseite mit einer römischen Vier geschmückt.

Man in Black
Das Indien-Helmdesign für Sebastian Vettel zeigte als Hauptfarbe eines der wichtigsten Materialien in der Formel 1: Kohlefaser. Genau wie die meisten Teile am Auto besteht Sebastians Arai-Helm aus hochfesten Karbonfasern, die neben der hohen Festigkeit bei leichtem Gewicht auch noch schön aussehen. In Kombination mit verschiedenen Hologramm-Effekten ist der Helm – im Gegensatz zu den letzten Helmen aus Singapur und Japan – eher schlicht gehalten.

Im Land der aufgehenden Wonne
Suzuka ist nicht nur Sebastian Vettels Lieblingsstrecke, sondern auch jener Ort, an dem er 2011 seinen zweiten WM-Titel gewonnen hatte. Daher ist der Japan-Helm immer etwas ganz Besonderes. In diesem Jahr fanden sich im Design typisch japanische Symbole und Elemente wie Kirschblüten, Pagoden, Bonsai-Bäume und federleichte Papierfaltflieger (Origami). Im Gesamten verlief das Grunddesign von Chrom-Silber in Chrom-Mittelblau, aus diesem Verlauf geht am oberen Teil die rote Sonne Japans auf. Sebastian Vettel gewann den Japan-GP.

Ein Star strahlt zurück
Das Nachtrennen von Singapur mit seinem Kunstlicht von 1700 Lampen inspiriert zu besonders ausgefallenem Helmdesign. Nach dem blinkenden Helm von 2012 trägt Sebastian wieder einen einzigartig gestalteten Kopfschutz: Sehr grobe Glitzerflocken wurden mit einer neuen Technik über den ganzen Helm lackiert und sorgen für einen extrem auffälligen, funkelnden Effekt. Damit nicht genug: zusätzlich wurde für die Linien und Ränder der Red-Bull Logos ein stark reflektierendes Material aufgetragen, welches das einfallende Licht zurückstrahlt. Sebastian Vettel errang mit diesem Helm den dritten Singapur-Sieg in Folge.

Der Strich der jungen Meister
Im Gegensatz zu den normalen Helmen war die Version für den Belgien-GP in Spa-Francorchamps nicht geradlinig, sondern vermittelte eher den Stil einer Zeichnung. Neben dem Bullen an der Seite des Helms wirkte auch der blau-silberne Hintergrund, als sei er in einer Art Aquarell-Technik aufgetragen worden. Wie immer nach einem Sieg gilt: der Helm wird nicht mehr getragen.

Frisch gebürstet, Teil 2
Der Helm für das Rennen in Ungarn war das helle Gegenstück jenes Kopfschutzes, der in Spanien sowie beim Sieg in Kanada zum Einsatz gekommen war. Nur wurde für den WM-Lauf auf dem Hungaroring der Bereich in der Mitte durch ein mattes Hellgrau und Grau ergänzt. Neben den Sponsoren-Logos sind die hellblauen Hologramm-Linien der einzige Farbtupfer. In diesem Farbton wurde auch das Vettel-Logo oben über die Bordkamera gut sichtbar. Sebastian belegte damit in Ungarn Rang 3 und gewann in Monza.

Schwarz, Rot, Gold

Die deutschen National-Farben bilden keine ungewöhnliche Grundlage für Sebastian Vettels Helm zum Heimrennen. Ausgefallen hingegen ist die Kombination aus extrem glitzerndem Glimmer-Lack, gepaart mit Matt-Schwarz – was einen kraftvoll-verblüffenden Kontrast erzeugt. Vettel gewann damit auf dem Nürburgring zum ersten Mal einen Grand Prix in seiner Heimat

Einer für alle, alle für einen


Wenn Sebastian Vettel ganz oben auf dem Siegerpodest steht, vergisst die Motorsportwelt häufig, wie viele Menschen den Weg zu diesem Erfolg geebnet haben – ohne jemals auch nur einen Champagner-Spritzer zu erhaschen oder mit aufs Podium genommen zu werden. Genau aus diesem Grund waren zum Silverstone-GP hin sämtliche 550 Angestellten von Red Bull Racing auf dem siebten 2013er Helm mit einem kleinen Foto verewigt und begleiten den Weltmeister beim Heimrennen des Teams (das Werk von Milton Keynes liegt nur eine halbe Fahrstunde von der Silverstone-Rennstrecke entfernt). Beim Knicks vor der Belegschaft ist es Sebastian wichtig, dass die Bilder alle exakt die gleiche Grösse haben – vom einfachen Angestellten bis zum Teamchef. Denn jeder von ihnen leistet Herausragendes, um Vettel zum vierten WM-Titel in Folge zu verhelfen. Alle 550 Bilder sind dabei übrigens zwei Mal auf dem Helm zu sehen, damit jeder Mitarbeiter eine gute Chance besitzt, sein Bild vollständig auf dem Helm zu entdecken. Das Vettel-Logo entstand durch ein Foto-Mosaik und besteht allein aus rund 100 Bildern.

Auch ein schöner Rücken kann entzücken
Zu sehen ist eine Sternstunde des Motorsports: Stirling Moss fährt 1961 in Monaco die motorisch überlegenen Ferrari von Richie Ginther, Phil Hill und Graf Berghe von Trips in Grund und Boden. Bilder des Rennens mit Moss im tiefblauen Lotus sind an der Oberseite jenes Helmes zu sehen, den Sebastian Vettel und Designer Jens Munser als sechstes Modell 2013 zeigen. Apropos Modell: Unter dem Motto «Auch ein schöner Rücken kann entzücken» ist hinten auf beigem Grund ein Pin-Up-Girl aus den 60er Jahren zu sehen. Wenn der Schönen warm wird, beginnt sie sich zu entblättern: Der Badeanzug ist mit schwarzem Themolack gemalt und wird bei Erwärmung transparent!

Keine graue Maus


Der erste Helm für die Saison 2013 ist eine Mischung aus Chrom (mit Hologramm-Effekten) und hellen Grau-Tönen. 15 verschiedene Red-Bull-Logos – verteilt über den mittleren Teil – sorgen im Sonnenlicht für interessante Farbspiele. Auffällig ist das Violett von RBR-Hauptsponsor Infiniti auf beiden Seiten und am Kinn. Dieser Helm war bei den ersten Ausfahrten des 2013er Modells RB9 im spanischen Jerez im Einsatz, später beim Malaysia-GP.

Wir machen Blau


Ein Helm komplett in Blau, jedenfalls aus der Ferne oder auf den ersten Blick gesehen. Näher betrachtet verlaufen verschiedene Blautöne ineinander, zusätzlich erzeugt ein Muster aus Hologramm-Punkten hübsche Effekte auf Sebs persönlichen Flächen, oben und unten am Helm. Getragen wurde dieser Helm schon bei den Testfahrten in Barcelona, dann in Australien.

Fortsetzung folgt

Ten, eleven, twelve: Die Aussage ist Inhalt des dritten Vettel-Helmes der Saison 2013, den wir in China zum ersten Mal sahen. Jedem Motorsport-Fan sollte klar sein, wofür das steht. Der jüngste Dreifach-Weltmeister der Formel 1 geht an dem Ziel an den Start, seine Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Verschiedene Farbverläufe von Neon-Rot in ein dunkles Rot ergeben für ein sehr auffälliges Design. Mit etwas Glück ist auf dem Folgemodell 2014 dann eine «thirteen» für den vierten WM-Titel 2013 zu finden. Einen weiteren Stein dazu legte Vettel mit diesem Helm beim Sieg in Südkorea.

Zu neuen Sphären

Die beiden Extremsportler Felix Baumgartner und Sebastian Vettel haben nicht nur den gleichen Hauptsponsor. Beide sind extrem ehrgeizige Athleten, die ihre Ziele klar im Visier haben. Felix’ auffälliger Weltraum-Helm wurde vom JMD-Team auf Sebastians Rennhelm nachvollzogen, der jedoch auf der Rennstrecke gut 1000 km/h langsamer sein wird als beim Stratos-Rekordsprung. Dafür befindet sich Vettel nicht 4 Minuten und 19 Sekunden im freien Fall, sondern rund eineinhalb Stunden lang im bodennahen Tiefflug – Siegesfahrt in Bahrain.

Frisch gebürstet


Der erste 2013er Helm von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel lebt vom Kontrast: Gebürstetes Aluminium, gepaart mit hellblauen Hologramm-Linien, ergeben einen dunkel-edlen Look. Im mittleren Bereich stehen in Grossbuchstaben die Lettern Red Bull. Durch die Mischung von mattem und glänzendem Klarlack sticht der rote Bull besonders hervor. Vettel trug den Helm später auch in Spanien und beim Sieg in Kanada.

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