Sebastian Vettel: «Sieben Siege in Folge – pervers»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Dass sich Vettel schlafen legt, darauf können die Gegner lange warten

Dass sich Vettel schlafen legt, darauf können die Gegner lange warten

Der Weltmeister ist dort, wo er derzeit hingehört: auf Rang 1. Aber Sebastian Vettel warnt vor Selbstgefälligkeit, und an einen neuen Rekord will er schon gar nicht denken.

Die Gegner stöhnen: Sebastian Vettel vor Mark Webber – Red Bull Racing gibt auch auf dem Circuit of the Americas den Takt vor. Wobei der deutsche Weltmeister wieder mal einen Hauch schneller ist als sein australischer Stallgefährte.

Sebastian nach dem Training: «Der Asphalt bietet zwar mehr Haftung als vor einem Jahr, weil er nicht mehr brandneue ist, aber es ist noch immer eine ordentliche Rutschpartie. Du musst viel nach Gefühl fahren, aber das macht ja auch Spass.»

«Es war wichtig heute, mit beiden Reifentypen Eindrücke zu sammeln, das haben wir geschafft, und sowohl am Morgen wie auch am Nachmittag hat das eigentlich ganz gut ausgeschaut.»

Der ausschlaggebende Faktor für den USA-GP ist gemäss Vettel «wieder einmal der Reifen. Wer in welcher Rennsituation mit der entsprechenden Reifenmischung am besten haushalten kann, der hat die besten Karten. Nach dem heutigen Tag würde ich schätzen – es sollte möglich sein, mit nur einem Stopp durchzufahren.»

Immer wieder wird Sebastian Vettel auf den Rekord von Michael Schumacher angesprochen – die beiden halten zusammen die Bestmarke von sieben GP-Siegen innerhalb der gleichen Saison. Vettel wird fast verlegen: «Ich muss mich für die folgenden Worte entschuldigen, aber ich finde schon sieben Siege in Serie pervers, und der Rekord von acht Siegen hintereinander, das ist dann endgültig krank. Wenn ich ins Auto steige, dann denke ich nicht an solche Zahlen. Ich bin lange genug im Rennsport, um zu wissen, wie schnell etwas schiefgehen kann. Insofern schiebe ich das zur Seite und will einfach morgen ein gutes Qualifying zeigen und am Sonntag ein starkes Rennen fahren. Wenn dabei erneut ein Sieg herauskommt, dann werde ich mich sicher nicht darüber beschweren, und wenn es nicht klappt, dann geht die Sonne am nächsten Tag auch auf.»

«Wir wissen, dass wir ein konkurrenzfähiges Auto haben. Aber wir gehen nie in eine Rennwochenende mit der Einstellung, dass wir den Sieg schon im Sack hätten. Genau das regt mich immer ein wenig auf, wenn die Leute dann von Dominanz sprechen. Das hat für mich immer ein wenig den Unterton, dass alles so einfach ist. Ist es aber nicht. Die ganzen Erfolge sind das Ergebnis von viel Schufterei, und das wird auch an diesem Wochenende nicht anders sein.»

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