Nico Hülkenberg: Lotus und der verlorene Glaube

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Hülkenberg darf mit sich sehr zufrieden sein

Nico Hülkenberg darf mit sich sehr zufrieden sein

Nie gab es zum WM-Finale so viele Fahrer, die noch nicht wissen, ob und wo sie im kommenden Jahr Formel 1 fahren. Dazu gehört auch Nico Hülkenberg.

Der Fahrermarkt verändert sich nicht täglich, sondern beinahe stündlich. Im Fahrerlager von Interlagos wird herumgereicht, Pastor Maldonado sei die Zukunft von Lotus zu undurchsichtig, er steige daher bei Sauber ein. Statt dessen docke Vitaly Petrov mit viel Rubel aus Russland bei Lotus an. Adrian Sutil bleibe bei Force India. Und Paul Di Resta nehme Richtung IndyCar-Serie reissaus. Wo nur passt da Nico Hülkenberg ins Bild? Wir haben ihn in Brasilien gefragt.

Nico, was hat sich seit Austin an deiner Zukunft in der Formel 1 geändert?

Nichts.

Wäre es nun langsam an der Zeit, nervös zu werden?

Nervös nicht. Aber wir halten natürlich Augen und Ohren offen. Wir stehen ja laufend in Kontakt mit den üblichen Verdächtigen. Wir wissen, dass Interesse an mir besteht. Wir wissen, dass es verschieden Optionen gibt. Aber unnötige Nervösität ist nicht angebracht.

Wie viele Verträge liegen denn auf dem Tisch, die du nur noch unterzeichnen müsstest?

Das kann ich leider nicht sagen.

Wie lange kannst du denn auf etwas warten, was dein Wunsch wäre?

Ich nehme an, du spielst jetzt auf Lotus an. Nun, die Geschichte mit Lotus und dem Investor, die zieht sich nun schon eine ganze Weile in die Länge. Irgendwann ist da dann auch die Glaubwürdigkeit futsch.

Ist WM-Rang 10 ein Ziel? Di Resta liegt ja nur einen Punkt vor dir.

Ich nähme das gerne mit in den Winter, aber ein aktives Ziel ist das nicht.

Wo wärt ihr gelandet, wenn der Wagen von Anfang der Saison an so gut gewesen wäre?

Dann hätte sich McLaren warm anziehen müssen.

War 2013 deine beste Saison in der Formel 1?

Ja. Ich war am konstantesten, machte kaum Fehler, ich war die meiste Zeit ganz in der Nähe meiner 100 Prozent.

Beim Wetterbericht für dieses Wochenende sind sich nicht mal die Brasilianer selber sicher. Was wäre dir am liebsten, wenn du die Wahl hättest?

Das ist mir eigentlich egal. Man kann jetzt nicht sagen – weil ich hier in der Vergangenheit gute Rennen auf feuchter oder nasser Bahn hatte, würde ich das für kommenden Sonntag bevorzugen. Dazu muss ja auch die Abstimmung des Autos passen und ich muss mich wohlfühlen.

Aber man kann schon sagen, dass dies eine deiner bevorzugten Strecken ist?

Ja, auf jeden Fall. Die Piste ist super, aber da spielt auch die Atmosphäre der ganzen Stadt mit hinein. Alles zusammen ist einfach extrem cool. Ich bin hier zwei Mal ein gutes Rennwochenende gefahren, aber ein Geheimnis dafür gibt es nicht.

Kannst du schon etwas dazu sagen, wie der Sauber hier liegen sollte?

Diese Bahn ist ganz anders als Austin. Hier fehlen die flüssigen mittelschnellen und schnellen Kurven, die unserem Auto gut munden. Wir müssen im Training mal gucken, wie wir uns da aufstellen wollen. Ob wir die Highspeed-Variante wählen, um im schnellen Teil stark zu sein, oder ob wir mehr Flügel fahren wollen, um im langsamen Sektor Boden gut zu machen.

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