Honda 2015: McLaren mit Japaner, Kobayashi chancenlos

Von Mathias Brunner
Formel 1

Hinter den Kulissen stellt Honda die Weichen dazu, 2015 mit einem japanischen Piloten zu McLaren zurückzukehren. Wir sagen, wieso Kamui Kobayashi dabei verschmäht wird.

Wenn Honda im kommenden Jahr mit McLaren in die Formel 1 zurückkehrt, dann sind die Erwartungen hoch, auch was die Fahrer angeht. Jenson Button ist ein sicherer Wert: verlässlich, Weltmeister, und er kennt die Japaner aus seiner Zeit als Honda-Werksfahrer in- und auswändig. Kevin Magnussen ist ein Rohdiamant: jung, hungrig, begabt, aber niemand kann sagen, wie sich der Däne entwickeln wird.

Honda hat traditionsgemäss bei seinen Formel-1-Abenteuern einheimische Fahrer mit eingebunden, die besten Beispiele sind Satoru Nakajima und Takuma Sato. Das wird 2015 nicht anders sein: Honda will einen eigenen Fahrer in der GP2 aufbauen, um ihn spätestens 2016 Grands Prix fahren zu lassen.

Auf der Liste förderungwürdiger Nachwuchsleute aus dem eigenen Land stehen drei Namen.

Naoki Yamamoto (25), aus Utsunomiya/Tochigi: Grösster Erfolg – 2013er Meister der Super Formula (der früheren Formel Nippon).

Kodai Tsukakoshi (27), ebenfalls aus der Präfektur Tochigi: Grösster Erfolg – Gesamtzweiter der Super Formula 2012.

Takuya Izawa (29), aus Tokio: Grösster Erfolg – 2009 Gesamtzweiter der GT-Serie (der führenden Tourenwagenserie von Japan).

Diese drei Fahrer haben derzeit die besten Chancen, von Honda 2015 einen Posten als Test- und Ersatzfahrer bei McLaren-Honda zu erhalten und in der Saison 2014 GP2 zu fahren, mit der Aussicht, 2016 oder 2017 Grands Prix zu fahren! Gemäss unseren Informationen aus Japan waren alle Drei schon im McLaren-Werk von Woking zu Gast.

Honda betreibt derzeit keine gezielte Nachwuchsförderung. Das erklärt, wieso das Trio für die Sparte Nachwuchstalente verhältnismässig reif ist.

Und was ist nun mit Kamui Kobayashi?

Keiner zweifelt daran, dass von allen japanischen Monoposto-Fahrern Kamui Kobayashi derzeit der kompletteste Pilot wäre, um kurzfristig Erfolg zu haben. Das Problem von Kamui: Er ist von Toyota gefördert worden, und vor dem Hintergrund der japanischen Tradition und der legendären Rivalität zwischen Toyota und Honda kommt er damit für Honda nicht in Frage.

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