Lotus: Rächt sich das Schwänzen des Jerez-Tests?

Von Mathias Brunner
Formel 1

Einhellige Meinung im Fahrerlager: Lotus muss nun auf die harte Tour lernen, was die anderen Rennställe mit dem Jerez-Test bereits hinter sich haben. Stimmt das so?

In der Leistungsgesellschaft Formel 1 wird man sofort bestraft. Lotus etwa, so die einhellige Meinung im Fahrerlager, muss nun jenes harte Brot essen, das die anderen Rennställe beim ersten Auftritt bereits runtergewürgt haben. Lotus konnte den Wagen nicht zum ersten Wintertest fertigstellen – bezahlen sie nun die Zeche dafür?

Am ersten Bahrain-Testtag kam der Genfer Romain Grosjean nur acht Runden weit, am Donnerstag sind es 18. Lotus selber beschreibt das schöngefönt als «beschränktes Programm» und bezeichnet die Unterbrechungen als «Angelegenheiten mit der Software und der Installation».

Alan Permane, der leitende Lotus-Techniker: «Natürlich hinken wir den eigenen Zielen hinterher. Unser Ziel hier bestand darin, viele Runden zu drehen, mit Rundenzeiten, für die wir uns nicht schämen müssen. Aufgrund der Probleme lernen wir nicht so viel wie wir sollten.»

Romain Grosjean nach seine 26 Runden: «Das ist frustrierend. Aber aus Schaden wird man bekanntlich klug. Ich freue mich schon auf die nächste Woche, wenn ich weitermachen kann. Bis dann sollten wir eine Menge gelernt haben.»

Übersetzung: Ab heute Freitag kann sich Pastor Maldonado weiter als Versuchskaninchen betätigen.

Romain weiter: «Ich bin nur 18 Runden klüger als gestern, also kann ich nicht arg viel sagen. Jedes Problem dauert endlos, es zu lösen, und das geht nicht nur uns so. Leider muss man diese Probleme Schritt für Schritt durchgehen, um weiterzukommen. Ein Problem ging dabei auf unsere Kappe, eines nicht. Klar wäre es von Hilfe gewesen, in Jerez beim Wintertest zu fahren, aber wir waren halt nicht so weit. Jedes Problem zieht eine Wartezeit von zwei oder drei Stunden nach sich, wenn Teile ersetzt werden müssen und dann eine Funktionsprobe ansteht. Ich halte alle Probleme für lösbar, es handelt sich auch nicht um dramatische Schwierigkeiten. Es sind eher kleine Dinge, die sich dann aber stark auswirken, weil wir nicht zum Fahren kommen.»

Nochmals, rächt sich nun das Schwänzen des Jerez-Tests?

Grosjean: «Das lässt sich unmöglich sagen. Klar hätten wir dort viel lernen können, aber es waren ja andere Renault-Teams dort, und auch die hätten länger auf der Bahn sein können. Unsere Filmtage in Jerez, nach dem Test, verliefen ziemlich gut. Da waren wir eigentlich der Überzeugung, dass wir hier mehr zum Fahren kommen würden.»

Bahrain-Test, Tag 2

1. Kevin Magnussen (DK), McLaren MP4/29-Mercedes, 1:34,910 (34)
2. Nico Hülkenberg (D), Force India VJM07-Mercedes, 1:36,445 (59)
3. Fernando Alonso (E), Ferrari F14 T, 1:36,932 (91)
4. Nico Rosberg (D), Mercedes F1 W05, 1:36,965 (75)
5. Valtteri Bottas (FIN), Williams FW36-Mercedes, 1:37,635 (108)
6. Sebastian Vettel (D), Red Bull Racing RB10-Renault, 1:40,340 (50)
7. Jean-Eric Vergne (F), Toro Rosso STR9-Renault, 1:40,609 (57)
8. Esteban Gutiérrez (MEX), Sauber C33-Ferrari, 1:40,717 (55)

9. Romain Grosjean (F), Lotus E22-Renault, 1:41,670 (18)
10. Kamui Kobayashi (J), Caterham CT05-Renault, 1:42,070 (59)
11. Max Chilton (GB), Marussia MR03-Ferrari, 1:42,511 (59)

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