Papa Hamilton: «Lewis und Nico sind immer Freunde»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Am Sonntag in Silverstone wurde Lewis Hamilton gefeiert

Am Sonntag in Silverstone wurde Lewis Hamilton gefeiert

Lewis Hamilton und Nico Rosberg kennen sich seit Kindheitstagen und sehen sich jetzt einfach als Teamkollegen. Lewis' Vater Anthony glaubt aber, dass beide durchaus immer noch eine Freundschaft verbindet.

Anthony Hamilton ist nicht mehr bei jedem Rennen seines Sohnes vor Ort, so wie früher, als er auch noch Manager seines Filius war. Am Samstagnachmittag in Silverstone konnte Lewis Hamilton Trost aber von seinem Vater brauchen. Im entscheidenden Moment des Qualifyings brach der 29-Jährige seine Runde ab, weil er glaubte, dass ihn keiner mehr von der Pole Position würde verdrängen können. Die holte sich dann aber schließlich sein Teamkollege und WM-Rivale Nico Rosberg. Hamilton wurde bis auf Platz 6 durchgereicht.

Einen Tag später stand dann trotz allem ein strahlender Lewis Hamilton ganz oben auf dem Podium. Zum zweiten Mal nach 2008 hatte er sein Heimrennen gewonnen und war durch den Ausfall seines Teamkollegen in der WM-Wertung bis auf vier Punkte an den Deutschen herangekommen.

«Ein riesiger Tag für ihn, das stimmt! Er arbeitet hart für seinen Erfolg. Und am Samstagabend war er wirklich sehr niedergeschlagen. Man darf bei Lewis eines niemals vergessen: Er ist vielleicht ein knallharter Formel-1-Fahrer. Aber er ist dabei genauso normal und verletzlich wie jeder andere Mensch!», erklärte Vater Anthony Hamilton gegenüber Bild. «Wie du, ich, wie jeder andere Junge da draußen. Es ist hart für ihn, wenn er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat und damit vielleicht ein ganzes Land traurig gemacht hat. Er nimmt sich so etwas immer sehr zu Herzen.»

Der Samstagabend sei aber «hart für ihn» gewesen, sagte der Vater. «Und ich habe zu ihm gesagt: 'Lewis, die Menschen lieben Dich, egal ob du die Pole Position holst oder nicht. Du bist ein liebenswerter Mensch. Du musst nicht gewinnen, um geliebt zu werden!'»

Andere Menschen glücklich zu machen sei für seinen Sohn extrem wichtig, betonte Anthony Hamilton. «Sie müssen wissen, dass Lewis einen harten Weg gegangen ist um da zu sein, wo er heute ist. Die Tatsache, dass er jetzt ein bekannter Formel-1-Fahrer mit viel Geld ist, hat ihn als Mensch nicht geändert. Er ist immer noch derselbe Junge von früher», erklärte er. «Und deshalb tut es ihm genauso weh, wenn er bei seinen Fans und dem Team nicht das abliefern kann, was er ihnen versprochen hat. Lewis ist so ein leidenschaftlicher Mensch, er will immer alle glücklich machen und das Beste für die Menschen, die er gern hat.»

Gern hat sein Sohn angeblich auch seinen Teamkollegen Nico Rosberg, auch wenn beide immer wieder betonen, dass es in der Formel 1 keine Freundschaft zwischen Teamkollegen geben könne und sie eben nur Kollegen seien. Und unter Freunden würde deshalb, trotz WM-Kampf, auch weiterhin kein Stallkrieg ausbrechen.

«Nico und seine Familie sind richtig gute Freunde von uns. Ich kenne Nicos Vater Keke viel zu lange, als dass irgendein Autorennen unsere Beziehung zerstören könnte», beteuerte Hamilton. «Vertrauen Sie mir, die gehen das zwar mit dem nötigen Ernst an. Aber die konkurrieren in ALLEM. Setzen Sie Lewis und Nico auf einen Jetski, auf ein Fahrrad, auf einen Elefanten. Die beiden werden ein Rennen daraus machen um zu sehen, wer schneller ist. Nico ist ein super Typ aus einer tollen Familie. Da bricht kein Krieg aus!»

Natürlich würde Lewis Hamilton alles daran setzen, in dieser Saison seinen zweiten WM-Titel nach 2008 zu holen, sagte Vater Hamilton. Sollte das aber nicht klappen, würde die Welt trotzdem nicht untergehen. «Wenn Lewis hinfällt, dann steht er am nächsten Morgen wieder auf. Er will immer ganz nach oben. Wenn er den Titel nicht holt, versucht er es im nächsten Jahr wieder.»

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